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China schließt 40 % der Fabriken: Konsequente Maßnahmen gegen massive Umweltverschmutzung

Gestern berichteten wir, dass Umweltverschmutzung weltweit mehr Menschen tötet als Malaria, AIDS und Tuberkulose zusammen – rund 16 % aller Todesfälle. Besonders betroffen ist China: Schätzungen aus 2015 gehen von 700.000 bis 2,2 Millionen vorzeitigen Todesfällen pro Jahr durch Luftverschmutzung aus.

China schließt 40 % der Fabriken: Konsequente Maßnahmen gegen massive Umweltverschmutzung

In westlichen Demokratien neigen Regierungen oft zu symbolischen Umwelterklärungen, ohne tiefgreifende Veränderungen. Doch was passiert, wenn ein autoritäres Regime die Umwelt priorisiert? China demonstriert es: Im vergangenen Jahr wurden 40 % der Fabriken temporär stillgelegt, über 80.000 Mitarbeiter wegen Überschreitung von Emissionsgrenzen strafrechtlich verfolgt.

China verfolgt ambitionierte Ziele: Die Konzentration von PM2,5-Partikeln soll von 47 Mikrogramm (2016) auf 35 Mikrogramm (2035) sinken, Emissionen schädlicher Industrien bis Ende 2017 um 30 % reduziert werden. Gesetzt 2013, setzt China nun kurz vor Fristablauf alles daran.China schließt 40 % der Fabriken: Konsequente Maßnahmen gegen massive Umweltverschmutzung

"Inspektoren führen unangekündigte Kontrollen durch", erklärt Gary Huang von 80/20 Sourcing gegenüber NPR. "Tägliche Bußgelder, in schweren Fällen Haftstrafen."

Siehe auch Chinas Pläne, Benzin- und Dieselautos zu verbieten. Im Solarbereich dominiert China weltweit.

"Führer ökologisch geschädigter Regionen werden lebenslang haftbar gemacht", betonte Yang Weimin, stellvertretender Direktor der Zentralen Führungsgruppe für Finanz- und Wirtschaftsangelegenheiten der KPCh. "Unsere Bürger werden klare Nächte und Vogelgesang erleben."

Umweltminister Li Ganjie sagte der New York Times: "Kurzfristig trifft es Unternehmen, langfristig sind die makroökonomischen Effekte minimal."

In Demokratien behindern Wahlzyklen oft langfristige Umweltschutzmaßnahmen. Chinas System ermöglicht hingegen radikale Schritte – mit potenziell globalem Nutzen. Als Demokratiebefürworter ist das nachdenklich.