Obwohl es noch keine einheitliche branchenweite Definition oder Standards für 5G gibt, treiben Telekommunikationsanbieter die Entwicklung aktiv voran.

Verizon und AT&T testen in sechs US-Städten Gigabit-Geschwindigkeiten für mobiles Internet, Intel hat kürzlich 5G auf Kreuzfahrtschiffen eingeführt, und Arqiva experimentiert in London mit der Technologie. Qualcomm präsentierte erst vor Kurzem sein 5G-Modem X50 – ein Meilenstein Richtung Marktreife.
In diesem Wettlauf um das erste 5G-Smartphone schließt sich nun Apple an. Berichten zufolge aus Fast Company treffen sich Ingenieure des Tech-Riesen mit Intel-Experten, um 5G-Technologie für zukünftige iPhones zu entwickeln. Intel stellte auf der CES 2017 ein konkurrierendes 5G-Modem vor und führte kürzlich einen vollständigen End-to-End-5G-Anruf durch. Gerüchte sprechen von einem 5G-iPhone mit Launch 2019/2020.
Diese Meldung folgt Aussagen von Samsung gegenüber Alphr: Wonil Roh, VP Advanced Communications, erwartet ein 5G-Telefon aus eigener Produktion Mitte 2019. Samsung hat Antennen und Empfänger für Gigabit-Drahtlosübertragung entwickelt – unter dem Namen „Wireless Fiber“. Dazu gehören großflächige Antennen für Unternehmen und kompakte Basisstationen für Laternenmasten, die traditionelle Breitbandverlegung ersetzen könnten. Parallel arbeitet das Unternehmen an High-End-Chips.

KDDI und Samsung testeten 5G bei Geschwindigkeiten über 190 km/h – Weltrekord. Auf der Everland Speedway in Korea beschleunigte ein Fahrzeug von 0 auf 205 km/h, flankiert von 5G-Basisstationen. Getestet wurden Signalstabilität, Handover-Zeit, Uplink/Downlink und Latenz. Erfolgreich: Nahtloser Wechsel bei 192 km/h.
Samsung beherrscht als Halbleiter-, Hardware- und Netzwerkexperte End-to-End-Lösungen und ist Schlüsselpartner bei 3GPP für 5G-Standards (Phase 1: Mitte 2018). Nach Freigabe dauert die Chip-Aktivierung typisch 18 Monate – Samsungs parallele Arbeit ermöglicht Verfügbarkeit Ende 2019.
Dies übertrifft Versprechen für 5G-Massenmarkt bis 2020 um sechs Monate. Die Kerntechnik verdoppelt Datenraten „bis zu 100-fach“ gegenüber 4G, für nahtloses Streaming. Dank Millimeterwellen und adaptiver Array-Transceiver (64 Antennen) erreichen Geschwindigkeiten bis 1,056 Gbit/s über 2 km.
„Das Millimeterwellenband ist die effizienteste Lösung für den Boom der drahtlosen Nutzung“, betonte Executive VP Chang Yeong Kim 2013 zur Kommerzialisierung.
Bild: Thinkstock