Bald benötigen Sie möglicherweise kein physisches Ticket mehr für die Fahrt mit der Londoner U-Bahn.
Cubic Transportation Systems, das Unternehmen hinter der bewährten Oyster-Kartentechnologie, entwickelt innovative Lösungen zur Passagieridentifikation und Schwarzfahrererkennung.
Statt einer Oyster-Karte zu scannen, könnten Fahrgäste künftig die einzigartigen Venenmuster ihrer Hand oder ihr Gesicht nutzen, um Zutritt zu erhalten, berichtet Wired. Diese Technologie zielt darauf ab, Wartezeiten zu minimieren, während die Fahrgastzahlen in der Londoner U-Bahn weiter steigen.
„Wie gehen wir mit dem Kapazitätswachstum um und optimieren den Passagierfluss durch die Bahnhöfe?“, erläutert Dave Roat, Strategiemanager bei Cubic Transportation Systems.
Sehen Sie sich den ersten biometrischen Supermarkt in Großbritannien an, in dem Sie mit den Venen in Ihrer Hand bezahlen können.
Cubic arbeitet an einem Prototyp eines „Validators“, der Oyster-Karten und kontaktlose Karten akzeptiert, ergänzt um weitere Optionen: einen Infrarotscanner für den Venenabdruck der Hand sowie Gesichtserkennung. Jeder Scan wird sicher mit dem Oyster-Kartenkonto verknüpft.
Der Venenscanner basiert auf ähnlicher Technologie wie bei Sthaler im ersten bargeldlosen Supermarkt Großbritanniens.
Zusätzlich integriert das Gerät einen Bluetooth Low Energy (BTLE)-Detektor, der Signale vom Smartphone passiv erfasst – ohne aktives Scannen.
Nach erfolgreicher Validierung passieren Fahrgäste einen Korridor statt eines Schrankentors. Eine Ampel signalisiert grün bei Zahlung, rot bei Fehlern.

Dieses torlose System könnte innerhalb eines Jahres in London eingeführt werden, zunächst an bahnhofslosen Stationen, um Nutzer an die Ein- und Ausstiegsroutine zu gewöhnen. Es verhindert Schwarzfahren nicht vollständig, liefert aber wertvolle Daten zu Hotspots.
Transport for London (TfL) prüfte Gesichtserkennung bereits 2003 an der Liverpool Street Station zur Erkennung unbeaufsichtigter Taschen – damals noch zu langsam für den Einsatz.
Heute, 14 Jahre später, hat sich die Technologie revolutioniert: Apples iPhone X nutzt Face ID erfolgreich zum Entsperren.
Roat betont jedoch: Gesichtserkennung ist noch nicht präzise genug für den Masseneinsatz. Biometrische Optionen ergänzen, ersetzen aber nie klassische Tickets oder Oyster Cards – nur für Freiwillige, die ihre Daten teilen.