Das World Bee Project arbeitet eng mit Oracle zusammen, um künstliche Intelligenz und Cloud-Computing einzusetzen. Ziel ist es, den dramatischen Rückgang der globalen Bienenpopulation zu stoppen.

Durch den Einsatz von „intelligenten Bienenstöcken“ werden Bienenverhalten unter veränderten Bedingungen aufgezeichnet. So entstehen datengesteuerte Best Practices, die Imkern helfen, optimale Bedingungen für gesunde Bienenvölker zu schaffen.
Seit Jahren alarmiert der erschreckende Rückgang der Bienenzahlen. Experten nennen Ursachen wie intensive Landwirtschaft, Pestizide, Umweltverschmutzung, Klimawandel und wachsende Weltbevölkerung. Manche Studien deuten sogar auf Mobilfunk hin. Einigkeit besteht über die Konsequenzen: Ohne Bienen geraten wir in ernsthaftes Trouble.
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Der Bienenrückgang hat weitreichende Folgen: 77 % der globalen Nahrungsmittel und 87 % der Blütenpflanzen hängen von Bestäubung ab. Damit sind Ernährungssicherheit und CO₂-Speicherung des Planeten eng verknüpft. Sozioökonomisch sind 1,4 Milliarden Jobs mit Bestäubern verbunden, so das World Bee Project.
Forscher entwickeln Alternativen: Japanische Drohnen bestäuben Pflanzen statt Bienen. Auch Wespen könnten einspringen. Doch nun bietet Oracles Cloud-Technologie die Chance, Bienendaten weltweit zu überwachen – skalierbar und sicher.
Intelligente Stöcke erfassen Reaktionen auf Schadstoffe oder Temperaturschwankungen und laden Daten in die Oracle-Cloud hoch. Experten analysieren sie, trainieren KI-Modelle für Mustererkennung, Trends und Korrelationen.
„Mit KI und maschinellem Lernen können wir die Signatur gesunder und kranker Völker entschlüsseln“, erklärt Prof. Simon Potts von der University of Reading, Experte für Biodiversität. Der „heilige Gral“: Früherkennung von Problemen, um Imkern präventiv zu helfen.
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Zunächst für Honigbienen, die laut University of California die wichtigsten Bestäuber nicht-landwirtschaftlicher Pflanzen sind. Später Erweiterung auf andere Arten, da jede unterschiedlich auf Veränderungen reagiert.
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Das KI-Projekt steht am Start, markiert aber einen entscheidenden Fortschritt im Bienenschutz.