Als Apple 2015 die erste Apple Watch vorstellte, bot das Unternehmen Modelle für unterschiedliche Budgets an – vom Einstiegsmodell ab 329 £ bis hin zur luxuriösen Edition, die bei 8.000 £ startete und bis zu 15.000 £ kostete, je nach gewählten Edelmetallen.

Als Technologieexperte mit langjähriger Beobachtung von Produktzyklen weiß ich: Solche Preise für eine Erstgeneration-Smartwatch sind riskant. Im Gegensatz zu handgefertigten Schweizer Luxusuhren, die über Jahrhunderte verfeinert wurden, entwickeln sich Smartwatches rasch weiter.
Auf der WWDC 2018 in San Jose stellte Apple watchOS 5 vor – mit Features wie Webseiten-Anzeige und Walkie-Talkie-Funktion. Diese Updates gelten jedoch nur für Apple Watch Series 2 und neuer. Die teuren ersten Editionen mit identischer Hardware bleiben außen vor und erhalten keine weiteren Software-Updates mehr.
Das unterstreicht eine zentrale Lektion im Tech-Bereich: Technologie veraltet schnell.
Siehe zugehörige Apple Watch Bewertung: Eine hervorragende Smartwatch, trotz des Preises und Beste Smartwatches von 2018: Die besten Uhren zum Verschenken.
Es ist unklar, wie viele Editionen verkauft wurden – genug für Prominente wie Beyoncé und Karl Lagerfeld, aber nicht für Serienproduktion. Heutige Keramik-Editionen kosten 'nur' 1.299 £. Besitzer teurer Modelle müssen auf günstigere, funktionsreichere Varianten ausweichen, um neue Features zu nutzen.
Auf der softwarefokussierten WWDC gab es keine neue Hardware. Apple aktualisiert typischerweise im September seine Wearables – Zeit, die alte Edition vielleicht gegen ein aktuelles Modell einzutauschen.