Eines der am häufigsten genutzten Begriffe in der Tech-Welt ist „Algorithmus“. Von Smartphone-Apps über Wearables bis hin zum Facebook-Newsfeed – fast jeder Dienst basiert darauf. Als erfahrener Technologie-Experte mit Fokus auf KI und Algorithmen erkläre ich Ihnen, warum das so ist.

Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz, die größten technologischen Fortschritte unserer Zeit, funktionieren ohne Algorithmen nicht. Will Addison, leitender Ingenieur und Algorithmus-Experte bei Cambridge Consultants, betont: „Algorithmen arbeiten mit Eingabedaten – sei es eine Liste von Zahlen zum Sortieren oder RGB-Werte eines Bildes für Gesichtserkennung.“
Was ist ein Algorithmus?
Ein Algorithmus ist ein präziser Satz von Anweisungen, denen ein Computer folgt, um ein Problem zu lösen. Er besteht aus Schritten in fester Reihenfolge, wobei jeder Schritt vom vorherigen abhängt. Nehmen Sie Instagram: Der Algorithmus sendet eine Benachrichtigung bei einem „Gefällt mir!“ und addiert es zur Gesamtzahl.
„Algorithmen arbeiten mit Eingabedaten, die eine Liste von Zahlen sein können, die in aufsteigende Reihenfolge gebracht werden müssen, oder die RGB-Werte eines Bildes, bei denen der Algorithmus feststellen muss, ob ein menschliches Gesicht vorhanden ist [z. B. Gesichtserkennungstechnologie]“, erklärt Will Addison.
Einige Algorithmen sind deterministisch und garantieren immer dasselbe Ergebnis, andere nutzen Zufallszahlen. „Algorithmen werden oft mit Rezepten verglichen – zu Recht, aber sie lassen keinen Interpretationsspielraum. Sie schreiben exakt vor, was jeder Schritt tut“, fügt Addison hinzu.
Siehe auch: Sind wir mutig genug, Algorithmen anzuvertrauen, wie wir leben? REMOTE fordert Sie auf, sich das Theater der Zukunft vorzustellen, das von Algorithmen angetrieben wird. Musik mit einem Algorithmus schreiben.
Warum sind Algorithmen so wichtig?
Algorithmen reichen von einfach bis hochkomplex, wie maschinelle Lernalgorithmen, die Schritte selbst lernen – oft zu komplex für menschliches Verständnis. Ohne sie wären Computer nutzlos. Sie werden als Code umgesetzt, doch die zugrunde liegenden Ideen sind entscheidend. Viele Dienste kombinieren mehrere Algorithmen.

Bedenken zur Undurchsichtigkeit treiben EU-Verordnungen an: Wir haben Anspruch auf Erklärungen automatisierter Entscheidungen. Als Kern zukünftiger Tech ist ihre Rolle unverzichtbar.
Wie funktionieren Algorithmen? Ein Praxisbeispiel
Ein simpler Alltagsalgorithmus steuert die Zentralheizung: Eingaben sind gewünschte und aktuelle Temperatur. Entscheidung:
- Wenn die gemessene Temperatur 1 Grad unter der gewünschten liegt (oder niedriger), Heizung ein.
- Innerhalb von 1 Grad Abweichung: Heizung belassen.
- 1 Grad über (oder höher): Heizung aus.
Addison beschreibt Arbeit von Cambridge Consultants für Energy Systems Catapult: Mehr Daten von Thermostaten pro Raum, Vorhersagen basierend auf Zeitplänen und Außentemperatur. Der Algorithmus prognostiziert Temperaturverläufe und schaltet Heizkörper optimal – perfekt warm, wenn Sie heimkommen.

Ein smarteres, personalisiertes System dank fortschrittlicher Algorithmen.