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Uber führt in London „Clean Air Fee“ ein: 15 Pence pro Meile für den Umstieg auf Elektroautos

Seit Uber vor einem Jahr vor einem Betriebsverbot in London stand, bemüht sich das Unternehmen intensiv um die Gunst von Transport for London. Die neueste Initiative: Eine „Clean Air Fee“ für Fahrten in der britischen Hauptstadt, um saubere Luft zu fördern.

Uber führt in London „Clean Air Fee“ ein: 15 Pence pro Meile für den Umstieg auf Elektroautos

Siehe verwandt: Sadiq Khan wendet sich an Londoner Startups, um die Probleme der Hauptstadt zu bekämpfen. Das neue Patent von Uber weiß, dass Sie betrunken sind, weil Sie Ihr Telefon halten, und das könnte schreckliche Folgen haben. Uber verliert an Attraktivität wegen der Arbeitnehmerrechte in Großbritannien.

Mit dieser Gebühr plant Uber, 200 Millionen Pfund für den Kauf von Elektroautos für die rund 45.000 Fahrer in London aufzubringen. Pro gefahrener Meile fallen nun 15 Pence zusätzlich zum regulären Fahrpreis an. So kostet eine 11-Meilen-Fahrt von London Paddington zum Flughafen Heathrow, die derzeit 30 bis 41 £ beträgt, künftig 1,65 £ extra.

Bei 15 Pence pro Meile müsste Uber insgesamt 1,3 Milliarden Meilen fahren – das entspricht 53.544 Erdumrundungen –, um das Ziel von 200 Millionen Pfund zu erreichen. Angesichts einer durchschnittlichen Fahrtlänge von 3 Meilen in London wären über 444 Millionen Fahrten nötig, was jedem Fahrer 10.000 Meilen entspräche.

Uber rechnet damit, dass ein Fahrer bei 40 Stunden pro Woche etwa 1.500 £ pro Jahr für ein Elektrofahrzeug ansammeln kann – eine Motivation, noch intensiver zu arbeiten. Kritiker bemängeln jedoch: Viele Uber-Fahrer verdienen bereits knapp am Mindestlohn. Die IWGB-Gewerkschaft, die unabhängige Arbeitnehmer vertritt, sieht darin Ausbeutung und organisiert am 30. Oktober einen Protest gegen Ubers Geschäftsmodell.

Vor dem Hintergrund des britischen Verbotsplans für Benzin- und Dieselautos bis 2040 – mit einem Vorlauf ab 2019 – und Londons hoher Luftverschmutzung ist der Schritt nachvollziehbar. Ob die Gebühr echter Umweltschutz oder PR im Vorfeld des Gerichtsverfahrens gegen die IWGB ist, bleibt abzuwarten. Als Branchenexperten beobachten wir Ubers Strategie genau: Sie balanciert Regulierungsdruck, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Interessen.