Disney ist für seine Pionierleistungen in der Unterhaltungstechnologie bekannt. Kein Wunder also, dass das Unternehmen nun autonome, persönlichkeitsgesteuerte Roboter in seinen Parks einführt.
Roboter sind in Disney World und Disneyland nichts Neues – sie begegnen den Gästen an Fahrgeschäften und Wegen. Mit dem Vyloo-Projekt gehen sie jedoch einen entscheidenden Schritt weiter: Diese eigenständigen, kontextbewussten Kreaturen benötigen keine festen Serververbindungen mehr.
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Die Vyloo sind drei kleine außerirdische Wesen in einer Kapsel, die für mehr Interaktivität in den Disney-Resorts sorgen. Sie reagieren auf Gäste durch nonverbale Gesten und passen ihr Verhalten situationsgerecht an.

„Wir wollten kleine autonome animatronische Kreaturen zum Leben erwecken – Charaktere, die echt auf Gäste reagieren“, erklärte Leslie Evans, Senior R&D Imagineer bei Disney, in einem Interview mit TechCrunch.
„Es geht darum, Animatronik wie Schauspieler zu denken: schüchtern oder kontaktfreudig – und das in Technologie umzusetzen.“
Derzeit beherbergen die Vyloo den Collector’s Collection Room in der Guardians-of-the-Galaxy-Mission: BREAKOUT-Fahrt. Sie zeigen, wie autonome Roboter Parks bereichern und Gästerlebnisse aufwerten können.
„Unsere Figuren waren perfekte Loops ohne echte Reaktion. Nun spüren sie Gäste und bleiben in der Rolle“, so Alexis Wieland, Executive R&D Imagineer. „So wird die Interaktion greifbarer.“
Die Platzierung in Guardians of the Galaxy ermöglichte Tests mit realen Gästen. Disney-Mitarbeiter optimieren Reaktionen live, für spontane, vielfältige Erlebnisvariationen.
Disney Imagineering experimentiert seit Länge mit Robotik – schon 2015 mit laufenden Animationsrobotern. Vyloo ebnet den Weg für mobile Helfer im Park. Hoffentlich ohne Simpsons-Chaos aus Itchy & Scratchy Land.