Die Bezeichnung „Smart City“ hat nichts mit idyllischen Plätzen oder perfekten Parks zu tun. Sie steht für Städte, die Daten nutzen, um Ressourcen und Assets effizient zu managen.

Weitere Infos: Sensoren, Skandal und Nachhaltigkeit in der Smart City von San Francisco, die auf einer verlassenen Marinewerft entsteht. Building a smart city: How Singapore is forging a way ahead. Smart Cities: How sensors, data and analytics transform urban life.
Die Idee intelligenter Städte boomt bei Tech-Firmen und Stadtplanern. Informations- und Kommunikationstechnologien sollen Effizienz steigern und die Lebensqualität für Bewohner, Arbeitnehmer und Besucher verbessern.
Wie funktionieren intelligente Städte?
Intelligente Städte basieren auf Daten von Smart Devices wie Smartphones, Wasserzählern, Thermostaten oder Sensoren in Straßen und Fahrzeugen. Stadtplaner analysieren diese, um Bedürfnisse zu erkennen und Infrastruktur zu optimieren.
Durch Echtzeit-Überwachung managen sie Staus, Energieverbrauch, Wasserlecks oder WLAN-Schwachstellen effektiver.
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Kosten Smart Cities viel Geld?
Nein, die Technologie ist erschwinglich. Massenproduktion senkt Sensorkosten, Cloud-Computing macht Speicher günstig. Fortschritte im maschinellen Lernen verbessern Analysen für Big Data. IoT, 4G und öffentliches WLAN bilden eine robuste Basis.

Welche Daten sammeln Smart Cities?
Das hängt von den Zielen ab. Gebäude melden Energieverbrauch ans Netz für optimale Versorgung. Luftqualitätsdaten warnen vor Verschmutzung und schützen Asthmatiker.
In Louisville, Kentucky, tracken Sensoren in Inhalatoren Nutzungsmuster. Verkehrssensoren optimieren Ampeln, zählen Fahrzeuge und leiten zu freien Parkplätzen.
Können intelligente Städte Kriminalität reduzieren?
Ja, mit hohem Potenzial. Boston ortet seit 2007 Schüsse akustisch. Huawei integriert Videoüberwachung mit privaten Systemen gegen Diebstähle.
Straßenlaternen melden Defekte, Amsterdam dimmt sie nach Fußgängerströmen. Daten vorhersagen Probleme präventiv.

Halten intelligente Städte Menschen in Bewegung?
Ja, mit Millioneninvestitionen in Mobilität. Columbus, Ohio, rüstet Busse mit drahtloser Tech für Echtzeit-Tracking. Denver liefert Pendler-Apps mit Live-Infos.
Smart-City-Projekte im Vereinigten Königreich?
Ja, Bristol führt laut Huawei-Umfrage, gefolgt von London. Manchester, Birmingham, Glasgow u.a. digitalisieren Bürgerdienste. Weltweit fließen bis 2040 41 Billionen US-Dollar in smarte Tech.
Was macht Bristol so smart?
Bristol is Open nutzt schnelle Netze, um die Stadt programmierbar zu machen. Anonymisierte Sensordaten (Verkehr, Energie, Luft) werden offen zugänglich – ein Booster für Entwickler-Apps.

Sind Smart Cities nur funktional oder auch spaßig?
Beides. China checkt Busse per Gesichtserkennung, Bristol gewann 2014 den Playable City Award mit interaktiven Schattenlaternen, die Passanten zum Tanzen animieren.
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Große Namen bei Smart-City-Projekten?
Ja. Manchester’s CityVerve mit Cisco, Siemens, BT verbessert Gesundheit und Energie. Alphabet plant in Toronto eine klimaneutrale Modellstadt mit Robotaxis – „Städte neu erfinden“.
Holten Investoren ihr Geld raus?
Sicher, sonst investierten sie nicht. Navigant Research: 20,2 Mrd. USD Umsatz bis 2020. Plus Boost für lokale Ökonomien. Smarte Städte senken CO2 durch Monitoring und Innovationen in Beleuchtung/Energie.