Obwohl es in Großbritannien und anderen entwickelten Ländern mobiles Internet zuverlässig und erschwinglich gibt – trotz gelegentlicher Schwachstellen –, ist das weltweit keine Selbstverständlichkeit. In vielen Regionen ist die Abdeckung schwach und die Kosten hoch, oft beides zugleich.

Facebooks Antwort: Das Express Wi-Fi-Programm fördert das Teilen von WLAN-Hotspots. Lokale Unternehmen können Nutzern gegen eine moderate Gebühr Zugang gewähren – deutlich günstiger als bei großen Telekom-Anbietern.
Express Wi-Fi startete vor einem Jahr in Indien mit mobiler Website oder Provider-Apps. Nun gibt es eine dedizierte Android-App im Google Play Store, verfügbar in Indonesien und Kenia. Sie zeigt eine Karte mit umliegenden Wi-Fi-Zonen. 
Siehe dazu Tim Berners-Lee: Google und Facebook helfen dabei, „das Web zu Waffen zu machen“ und müssen beherrscht werden. Zuckerberg kann eine Kandidatur für 2020 nicht zugeben, weil sie schlecht fürs Geschäft ist.
Im Unterschied zu Facebooks Free Basics, das den Zugriff auf wenige Dienste beschränkte, bietet Express Wi-Fi offenen Internetzugang. Unternehmen legen eigene Regeln fest, doch Streaming, Musikdownloads und Ähnliches sind meist erlaubt.
Dieses noble Ziel – mehr Menschen online zu bringen – betonte Tim Berners-Lee kürzlich zum 29. Geburtstag des World Wide Web. Für Facebook, mit gesättigten Märkten in Europa und Nordamerika, sind Entwicklungsländer entscheidend für Wachstum auf zwei Milliarden Nutzer. Ohne Internet kein Erfolg.
Berners-Lee würde die Initiative begrüßen, mahnt aber vor Internetmonopolen, die „das Web bewaffnen“. Dennoch: Wer sonst als Facebook, Google oder Amazon?