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Monero erklärt: Warum Android-Malware diese anonyme Kryptowährung heimlich schürft

Monero sorgt derzeit für Schlagzeilen, weil eine Malware sie unbemerkt auf Android-Geräten abbaut. Das Sicherheitsunternehmen Malwarebytes entdeckte die Bedrohung zuerst: Sie leitet Nutzer auf Webseiten weiter, die die Rechenleistung des Smartphones für das Mining von Monero (XMR) nutzen.

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Die Malware tauchte zunächst auf Windows-PCs und Googles Chrome OS auf, wo sie zu Tech-Support-Betrug weiterleitete. Auf Mobilgeräten führt sie hingegen zu Krypto-Mining-Seiten.

Diese Seiten zeigen nur einen CAPTCHA – solange der Nutzer diesen löst, läuft das Mining auf Hochtouren. Malwarebytes identifizierte fünf Domains mit täglich rund 800.000 Besuchern. Im Schnitt verbringen Nutzer vier Minuten auf diesen Seiten, in denen Monero geschürft wird.

Der genaue Erlös für die Hacker ist schwer zu beziffern. Malwarebytes schätzt einige Tausend Dollar monatlich, doch Kryptoschwankungen könnten das schnell auf Hunderttausende oder Millionen steigern.

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Was ist Monero genau – und müssen Sie sich sorgen? Monero selbst ist harmlos; das Problem liegt im ungewollten Mining. Experten wie Malwarebytes raten: Rüsten Sie Ihr Smartphone mit denselben Sicherheits-Tools aus wie Ihren PC. Unerlaubtes Mining belastet nicht nur, es kann durch Überhitzung und Akkuverschleiß zu bleibenden Schäden führen.

Interessant: Die Medienplattform Salon testet Monero-Mining als Alternative zu Werbeeinnahmen, die Werbeblocker blocken – berichtet die Financial Times. Besucher mit Blocker können Inhalte freischalten, indem sie ihren Prozessor freiwillig nutzen. Als Opt-in-Option ist das transparent und einvernehmlich.

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Was ist Monero?

Für Unkundige: Monero ist eine seriöse Kryptowährung wie Bitcoin oder Ethereum. Sie wirbt als "private digitale Währung" – open source, zugänglich für alle. Das Mining in Malware und bei Salon basiert wahrscheinlich auf Technologien wie Coinhive, die Hacker auch bei YouTube-Werbung und Behördenseiten einsetzten.

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Warum wählen Hacker Monero? Es ähnelt Gold in seiner Funktionalität: voll austauschbar (fungibel) und anonym. Im Gegensatz zu Bitcoin, dessen Transaktionen auf der Blockchain nachverfolgbar sind, verwendet Monero Ring-Signaturen, vertrauliche Transaktionen und Stealth-Adressen. So sind Herkunft, Empfänger und Betrag verborgen – ideal für maximale Privatsphäre.

Fungibilität bedeutet: Jede Einheit ist identisch und nicht rückverfolgbar. Bei Bitcoin oder Pfundnoten mit Seriennummern kann man illegale Ursprünge nachweisen. Monero vermeidet das: Keine Coin hat eine "schwarze" Vorgeschichte, die Zahlungen blockiert.

Obwohl das nach Skepsis klingt, positioniert Monero sich als Kryptowährung ohne Kompromisse bei der Privatsphäre – für Nutzer, die Wert auf Anonymität legen.