Snapchat ist omnipräsent – besonders bei Jugendlichen, doch auch Erwachsene nutzen die App zunehmend. Die Foto-Messaging-Plattform startete 2011 und eroberte rasch den Markt.

Bis 2014 verzeichnete Snapchat täglich rund 700 Millionen Snaps. 2013 lehnte CEO Evan Spiegel ein Übernahmeangebot von Facebook in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar ab. 2016 gab es ein weiteres Angebot von Mark Zuckerberg. Ein Jahr später ging Snap Inc., die Muttergesellschaft von Snapchat-Mitgründern Spiegel und Bobby Murphy, an die Börse (NYSE). Erfahren Sie im Folgenden alles Wichtige über Snapchat!
Wofür wird Snapchat genutzt?

Snapchat ist primär eine App zum Teilen von Fotos und Videos mit Chat-Funktionen. Ihr Markenzeichen: Inhalte verschwinden nach kurzer Zeit (meist 10 Sekunden). Neuere Updates erlauben unbegrenzte Betrachtungszeit für einzelne Empfänger – doch nach dem Klick sind sie weg. Tipp zur Diskretion: So erstellen Sie Screenshots auf Snapchat, ohne dass es bemerkt wird.
Die entscheidende Geschichte von Snapchat
Mehr lesen: Screenshots auf Snapchat erstellen, ohne dass andere es wissen
2011 hieß die App zunächst Picaboo und erschien am 8. Juli im iOS App Store.

Aufgrund eines Abmahnungsschreibens eines Fotobuch-Anbieters wurde sie in Snapchat umbenannt. Der Slogan: Teilen, chatten und vergessen – im Kontrast zu dauerhaften Plattformen wie Facebook oder Instagram.
Im Oktober 2012 folgte der Android-Launch im Play Store.
Oktober 2013: Einführung von Stories – temporäre Sammlungen für 24 Stunden. Die Funktion explodierte in der Beliebtheit, da Nutzer mehrere Bilder zu einem Erlebnis bündeln konnten, z. B. vom Gruppenpicknick.
Weitere 2013-Features: Zeitstempel, Geschwindigkeits-Overlays, Wiederholungen und Filter. Instagram konterte mit Direct.
2014: Text- und Video-Chats, Our Story (gemeinsame Stories) und Geofilter für Standorte.
2015: QR-Codes für Profile, Selfie-Linsen und Gesichtserkennung.
2016: Memories-Funktion. Viele Features finden sich heute in anderen Apps wieder.
2017: Kontroverses Redesign für besseren Feed-Algorithmus. Spiegel erklärte gegenüber The Guardian: "Kollegen erscheinen werktags oben, Miranda Kerr am Feierabend." Zuckerberg kopierte Stories erneut – zu Facebook, nach Instagram, WhatsApp und Messenger.
Was macht Snapchat aus?
Snapchat dient spontanem Teilen von Snaps, die nicht dauerhaft gespeichert werden sollen. Es trug zum Sexting-Trend bei, birgt aber Risiken – Inhalte können wieder auftauchen.

Stories fassen den Tag zusammen: Konzertclips, Brunch-Fotos oder Laufdaten (mit integriertem Tacho). Sie laufen 24 Stunden und inspirieren Promis zu unterhaltsamen Inhalten. Kopiert von Facebook & Co.
Können Snaps nach dem Öffnen erneut gesehen werden?
Snaps sind flüchtig: Einmaliges Wiederholen möglich, dann weg. Stories sind 24 Stunden frei sichtbar.

Gibt es Nachteile?
Absender sehen Öffnungen und Story-Ansichten – unpraktisch zum Ignorieren. Viele umgehen das via Fremdgerät.
Screenshots oder Fotos von Snaps unterlaufen die Verschwindelogik. Bei Screenshots warnt ein Symbol; bei Fotos nicht.