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NASA InSight-Sonde landet sicher auf dem Mars: Meilenstein der Planetenforschung

Die NASA hat mit ihrer InSight-Sonde einen bedeutenden Erfolg erzielt: Nach sechs Jahren ist wieder eine Sonde sicher auf dem Mars gelandet – dem Roten Planeten.

NASA InSight-Sonde landet sicher auf dem Mars: Meilenstein der Planetenforschung

Das Raumfahrzeug „Interior Exploration using Seismic Investigators, Geodesy and Heat Transport“, kurz InSight, berührte am 26. November die Marsoberfläche. Die NASA empfing das Bestätigungssignal nach einer 300 Millionen Meilen langen Reise, die sieben Monate nach dem Start am 5. Mai dauerte.

Marslandungen gelingen nur in 40 Prozent der Fälle. InSight meisterte die sechsminütige, 20.000 km/h schnelle Atmosphärendurchquerung und setzte sicher bei Elysium Planitia nahe dem Äquator auf – einer glatten Lavaebene, die scherzhaft als größter Parkplatz des Mars bezeichnet wird.

Über zwei Jahre wird InSight das Marsinnere untersuchen, um Einblicke in den Aufbau von Gesteinsplaneten zu gewinnen – inklusive unserer Erde. Bisher kennen wir nur Erd-Daten; InSight ermöglicht Vergleiche und präzisere Analysen erdähnlicher Exoplaneten.

Die Solarmodule sind bereits aktiviert und versorgen die Sonde. In zwei Tagen fährt der Roboterarm aus, um Umgebungsbilder zu machen. Hauptziel sind Bohrungen, wie InSight-Leiter Bruce Banerdt vom NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) betont.

"Nach den ersten Bildern starten unsere Teams voll durch", sagte Banerdt. Innerhalb von zwei bis drei Monaten sollen die Schlüssel-Instrumente SEIS (Seismic Experiment for Interior Structure) und HP³ (Heat Flow and Physical Properties Package) deployt werden.

Eine Kamera am Lander-Rumpf liefert erste Aufnahmen und Material für den InSight-Twitter-Account.

InSight war nicht allein unterwegs: Die MarCO-Mission mit zwei CubeSats – den ersten Kubussatelliten zum Mars – diente als Relais für das Lande-Signal, ähnlich WLAN-Verstärkern.

Obwohl das JPL die Mission leitet, ist InSight international: Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Schweiz und Spanien trugen bei – von Forschung bis zu Instrumenten wie SEIS und HP³.

Mars und Erde entstanden vor 4,5 Milliarden Jahren aus gleichem Material, entwickelten sich aber unterschiedlich. InSights Erkenntnisse könnten erklären warum – und was das für die Erde bedeutet. NASA-Chef Jim Bridenstine: „Das Beste kommt noch.“