Google hat auf starke Nutzerkritik reagiert und zieht eine neue Funktion in Chrome 69 zurück. Die automatische Anmeldung im Browser nach Login bei Google-Diensten sorgte für Datenschutzsorgen.

In Chrome 69 wurden Nutzer automatisch im Browser angemeldet, sobald sie sich bei Diensten wie YouTube oder Gmail einloggten. Google wollte dadurch eine nahtlosere Nutzererfahrung schaffen. Viele Benutzer sahen darin jedoch ein Risiko ungewollter Datenerfassung, da keine explizite Zustimmung eingeholt wurde.
Google betonte, dass die Anmeldung keine Verfolgung oder Server-Uploads bedeutet. Dennoch hielten Nutzer es für einen Versuch, Daten ohne Einwilligung zu sammeln. Daraufhin kündigte Google ein Update an: In der nächsten Version gibt es die Option "Chrome-Anmeldung zulassen", mit der Sie die automatische Sync steuern können.
Ein weiteres Problem: Geteilte Geräte. Nutzer könnten denken, sie seien abgemeldet, teilen aber versehentlich Zugriff auf gespeicherte Daten. Zudem bleiben bei Browserverlauf-Löschung nicht alle Cookies weg – inklusive Google-Konto-Login.
Chrome 70 (Oktober 2018) bringt Verbesserungen: Ein neues Design zeigt klar den Anmeldestatus (abgemeldet, angemeldet ohne Sync, angemeldet mit Sync). Bei Abmeldung werden Cookie-Freigaben widerrufen.
"Wir schätzen die leidenschaftlichen Nutzer, die sich dafür eingesetzt haben", sagte Chrome-Produktmanager Zach Koch. "Chrome ist eine globale Community, der Datenschutz ebenso am Herzen liegt wie uns."