Während der Russland-Ukraine-Krieg andauert, kursieren zunehmend erschütternde Bilder ziviler Opfer der Invasion unter Präsident Wladimir Putin. Auf Twitter werden Fotos von Leichen auf Straßen oder in zerstörten Häusern vielfach geteilt und von großen Nachrichtenagenturen verbreitet.
Bei sensibler Handhabung können solche Bilder die Grausamkeiten des Krieges beleuchten, Unterstützung mobilisieren und Konfliktgeschehen dokumentieren. Wie die investigativen Experten von Bellingcat betonen, birgt wiederholte Exposition jedoch Risiken wie sekundäres Trauma. Poynter rät zu Vorsicht beim Teilen, und die National Association of Hispanic Journalists kritisierte die Entscheidung von The Associated Press, ein sensibles Bild ohne Warnung auf Twitter zu posten, als „ausbeuterisch und entmenschlichend“.
Eine bewährte Lösung: Twitters Inhaltswarnungs-Funktion, die sensible Medien hinter einer Hinweismeldung verbirgt. Als Social-Media-Experten empfehlen wir diese für ethisches Teilen. Hier die schrittweise Anleitung:
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Ein Bild wie gewohnt einfügen. Screenshot: Twitter -
Auf dem Bearbeitungsbildschirm auf das Flaggensymbol unten rechts tippen. Screenshot: Twitter -
Passende Inhaltswarnungen auswählen. Screenshot: Twitter -
Mehrere Warnungen kombinierbar. Screenshot: Twitter -
Blauens Flaggensymbol erscheint nach Anwendung. Screenshot: Twitter -
Bild postbereit. Screenshot: Twitter -
So wirkt die Warnung auf Twitter. Screenshot: Twitter
- Foto oder Video wie üblich hinzufügen.
- Auf Mobilgeräten auf das Medium tippen oder Pinselsymbol unten rechts wählen. Im Web: „Bearbeiten“ unten rechts anklicken.
- Im Bearbeitungsmenü auf Flaggensymbol tippen (unten rechts mobil, oben rechts Web).
- Warnkategorie wählen: Nacktheit, Gewalt oder Sensibel. Mehrfachauswahl möglich. Mobil: Fertig bestätigen.
- Speichern oben rechts im Menü.
- Tweet veröffentlichen.
Die Debatte über kriegsbezogene Bilder bleibt komplex. Inhaltswarnungen – etabliert in TV und Print – helfen Nutzern, sich mental vorzubereiten, wie wir aus jahrelanger Praxis wissen.
Twitter sperrt extremen Inhalt: Bilder identifizierbarer Verstorbener, Sterbende oder sadistische Motive sind verboten. Details auf der Support-Seite.