Apples Premium-Preisstrategie hat das Unternehmen lange Zeit mit hohen Gewinnen versorgt, trotz nachlassender Verkaufszahlen. Doch die schwachen Absätze der iPhone XS-, XS Max- und XR-Modelle überzeugen die Wall-Street-Investoren nicht mehr.

Siehe verwandt: Wie viel kostet die Herstellung eines iPhones? Apple wird das erste 1-Billionen-Dollar-Unternehmen der Welt, aber Tim Cooks Memo warnt: Der Unternehmenswert lässt sich nicht allein daran messen.
Am Montag fielen die Apple-Aktien um 5 % auf 194 USD (ca. 150 GBP). Dies markiert den jüngsten Einbruch – die Kurse liegen nun 15 % unter dem Oktober-Hoch. Der Marktwert schrumpfte über Nacht um mehr als 31 Milliarden GBP, eine enorme Summe für ein Unternehmen mit schwankendem Billionen-Dollar-Status.
Der Tech-Riese zog die Indizes mit: Dow Jones -2,3 %, S&P 500 -2 %, Nasdaq -2,75 %. Nicht nur Apple litt – Amazon (-4 %), Alphabet (-2,5 %) und Facebook (-2,3 %) erlitten ebenfalls Verluste, trotz Black-Friday-Boom und Weihnachtsgeschäft.
Der Kurssturz folgte auf Herabstufungen der Gewinnerwartungen durch Zulieferer Japan Display und Lumentum, die „volatile Nachfrage“ monierten.
Im Gewinnbericht vom 2. November kündigte Apple an, künftig keine Geräteumsätze mehr separat auszuweisen. Trotz steigender Gewinne stagnierten oder sanken Umsätze bei Schlüsselfprodukten. Investoren waren enttäuscht vom geringeren als erwarteten Gewinn und zweifeln nun an der Nachhaltigkeit der High-Price-Strategie.
Als Branchenexperten wissen wir: Wall-Street-Vertrauen kann Konzerne machen oder brechen. Ohne baldige Umsatzbelebung drohen Apple weitere Verluste.