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Studie: Nur 10 Minuten Social Media täglich reduzieren Einsamkeit und Depressionen

Eine Studie der University of Pennsylvania zeigt: Die Reduzierung der Social-Media-Nutzung auf nur 10 Minuten pro Tag kann Einsamkeit und Depressionen signifikant verringern.

Studie: Nur 10 Minuten Social Media täglich reduzieren Einsamkeit und Depressionen

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Die Untersuchung „No More FOMO: Limiting Social Media Decreases Loneliness and Depression“ der Forscher an der University of Pennsylvania bestätigt: Weniger Zeit auf Social Media steigert das psychische Wohlbefinden nachweislich.

143 Studenten wurden überwacht. Die Experimentalgruppe nutzte Facebook, Snapchat und Instagram jeweils nur 10 Minuten täglich, die Kontrollgruppe behielt ihre gewohnte Nutzung bei. Dieses Setting dauerte drei Wochen, gefolgt von einer Auswertung der Effekte.

Die Einhaltung der Zeitlimits wurde durch die Bildschirmzeit-Funktion von iOS 12 validiert, die detaillierte App-Nutzungsdaten protokolliert.

Die Gruppe mit der 10-Minuten-Grenze berichtete deutlich geringere Einsamkeits- und Depressionsgefühle als die Kontrollgruppe. Die Autoren schlussfolgern: Solche Limits wirken direkt positiv auf die mentale Gesundheit.

Interessant: Alle Teilnehmer, inklusive Kontrollgruppe, fühlten sich nach drei Wochen weniger ängstlich und vom FOMO (Fear of Missing Out) befreit. Selbstreflexion über die Nutzung birgt also Vorteile – wenngleich die aktive Reduzierung effektiver ist.

Zwei der Plattformen (Snapchat, Instagram) sind bildbasiert, Facebook ebenfalls visuell geprägt. Eine neuere Studie deutet an, dass bildlastige Social Media narzisstische Tendenzen bei Jugendlichen fördern könnte.

Die Debatte über Social Media als Segen oder Fluch bleibt offen. Eine Studie von Anfang des Jahres fand, dass komplette Abstinenz die Lebenszufriedenheit senken kann. Die UPenn-Forscher empfehlen Ausgewogenheit: Etwa 30 Minuten täglich könnten optimal für das Wohlbefinden sein.