Samsung steigt in das Bitcoin-Mining ein: Das Unternehmen hat die Produktion spezialisierter Chips für das Mining von Kryptowährungen angekündigt.

Details zu den Plänen bleiben knapp. In einer Stellungnahme gegenüber der BBC erklärte Samsung: „Samsungs Foundry-Geschäft ist derzeit mit der Herstellung von Kryptowährungs-Mining-Chips befasst. Weitere Details zu unseren Kunden können wir jedoch nicht offenlegen.“
Laut der koreanischen Zeitung The Bell handelt es sich um ASIC-Chips (Application-Specific Integrated Circuits). Diese sind für eine einzige Aufgabe optimiert – in diesem Fall das effiziente Mining – und können nichts anderes ausführen. Samsung nutzt hier wohl sein Know-how aus der TV-Branche, wo ASIC-Chips Standard sind.
Aktuell setzen Miner auf Consumer-Grafikkarten von Nvidia und AMD, was zu Preisanstiegen führt: Manche Modelle kosten fast das Dreifache. Mit günstigeren, effizienteren ASIC-Minern könnte Samsung ein neues Geschäftsfeld erobern.
AMD setzt derweil auf seine Threadripper-CPUs, die GPUs übertreffen sollen. Wegen hoher Preise wird sie jedoch kaum zum Standard – vor allem, wenn Samsungs Chips überzeugen.
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Samsung belegt den Spitzenplatz
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In der jüngsten Telefonkonferenz gab Samsung bekannt, Intel überholt zu haben. Mit 69,1 Milliarden US-Dollar Umsatz in der Halbleiter-Sparte im Jahr 2017 toppt das Unternehmen Intels 62,8 Milliarden. Intel führte seit 1992 unangefochten – erstmals sitzt ein Nicht-US-Unternehmen an der Spitze.
Wie The Verge betont, ist der Vergleich nuanciert: Intel dominiert x86-Prozessoren, Samsung nicht. Rein nach Umsatz führt Samsung.
Das Wachstum speist sich aus Eigenbedarf (Haushaltsgeräte, Smartphones) und Zulieferungen, etwa RAM, SSDs und HDDs für Apple und andere. Sollte das Mining-Geschäft boomen, vergrößert sich der Vorsprung vor Intel weiter.