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VR, AR und MR: Die klaren Unterschiede erklärt – Expertenwissen für Einsteiger

Die Technologiebranche liebt Abkürzungen, und das Feld der immersiven Realitäten bildet da keine Ausnahme. VR, AR und MR sind die prominentesten Begriffe. Während VR vielen vertraut ist, haben die meisten mit AR schon einmal zu tun gehabt – Pokémon GO lässt grüßen –, ist MR oft noch Neuland. Basierend auf unserer jahrelangen Expertise in immersiven Technologien erklären wir die Unterschiede präzise und praxisnah.

VR, AR und MR: Die klaren Unterschiede erklärt – Expertenwissen für Einsteiger

Virtuelle Realität (VR)

VR steht für Virtual Reality und beschreibt vollständig simulierte, immersive Umgebungen, die durch Computer erzeugt werden. Streng genommen umfasst VR auch AR und MR als Unterbereiche, doch hier differenzieren wir klar: VR ersetzt die reale Welt durch eine digitale. Head-Mounted Displays (HMDs) wie Oculus Rift, HTC Vive oder PlayStation VR sowie mobile Headsets wie Google Daydream und Samsung Gear tauchen den Nutzer vollständig ein.

Ein weiterer VR-Aspekt sind 360-Grad-Videos, aufgenommen mit Spezialkameras und im Headset erlebbar – nicht rein synthetisch, aber immersiv.

VR, AR und MR: Die klaren Unterschiede erklärt – Expertenwissen für Einsteiger

Das Kernprinzip: Präsenz und Immersion. Der Nutzer fühlt sich physisch in einer anderen Welt – vom Wohnzimmer in ferne Realms versetzt. Das Gehirn täuscht sich oft, was Empathie fördert: VR lässt Perspektiven erleben, die Filme nicht bieten können (Bewegungsübelkeit ist jedoch möglich).

Weiterführende Literatur

  • Kann die virtuelle Realität uns jemals so überraschen wie das frühe Kino?
  • Freunde, Liebhaber und die Toten mit Virtual Reality berühren
  • Virtuelle Realität wird Ihre Einstellung zu Gewalt verändern
  • Was kann uns die virtuelle Realität über das Leben mit Hirnschäden lehren?

Erweiterte Realität (AR)

Im Gegensatz zur totalen Immersion von VR overlayt AR virtuelle Elemente auf die reale Welt. Das bekannteste Beispiel: Pokémon GO, wo magische Wesen auf Karten und Kamerabildern erscheinen.

Frühe Hardware wie Google Glass integrierte AR in Brillen. Aktuell nutzen Smartphones und Tablets bestehende Kameras. Apple führt mit ARKit für iOS 11 (Q3 2017) an – Projekte wie die IKEA-App platzieren virtuelle Möbel im echten Raum.

VR, AR und MR: Die klaren Unterschiede erklärt – Expertenwissen für Einsteiger

Der Trend verschiebt sich von VR-Headsets zu zugänglicherer AR.

Weiterführende Literatur:

  • Apple arbeitet an mehreren Augmented-Reality-Prototypen, Berichtsansprüche
  • Die Zukunft von Augmented Reality liegt in der Avantgarde der 1930er-Jahre
  • Mario in Augmented Reality sieht aus wie ein von Nintendo angetriebener LSD-Trip

Mixed Reality (MR)

MR verwischt Grenzen: Virtuelle Objekte interagieren echtzeitlich mit der physischen Welt. Microsoft HoloLens erlaubt Designern, virtuelle Modelle von Gebäuden oder Fahrzeugen zu inspizieren und zu manipulieren. Prototypen wie Magic Leap oder Intel Project Alloy deuten auf Haptik-Integration hin.

VR, AR und MR: Die klaren Unterschiede erklärt – Expertenwissen für Einsteiger

ARKit-IKEA-App qualifiziert als MR, da Möbel auf Teppichen "stehen". MR könnte "echte AR" bedeuten. Mit fortschreitender Technik verschwimmen AR und MR – MR klingt zugänglicher und könnte dominieren.