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Kodak lanciert KodakCoin: Blockchain-Lösung für Fotografen und Warnsignal für Krypto-Blase

Während die Blockchain-Welt ins Wanken gerät und Analysten ein Platzen der Kryptowährungsblase prognostizieren, wagt ein unerwarteter Akteur den Einstieg ins Krypto-Geschäft.

Kodak lanciert KodakCoin: Blockchain-Lösung für Fotografen und Warnsignal für Krypto-Blase

Das traditionsreiche Fotounternehmen Kodak hat auf der CES 2018 seine eigene Kryptowährung KodakCoin vorgestellt. Die Ankündigung löste einen Aktienanstieg von über 120 % aus.

In Partnerschaft mit WENN Digital führt Kodak die KodakCoin ein – eng verknüpft mit der Plattform KodakOne zur Verwaltung von Bildrechten. Fotografen können damit neue und archivierte Werke registrieren, lizenzieren und verschlüsselte Zahlungen in KodakCoin erhalten. Die Blockchain dient als sicheres digitales Hauptbuch.

„Für viele in der Technologiebranche sind ‚Blockchain‘ und ‚Kryptowährung‘ heiße Schlagwörter, aber für Fotografen, die lange um die Kontrolle über ihre Werke kämpfen, sind sie der Schlüssel zur Lösung eines scheinbar unlösbaren Problems“, erklärt Jeff Clarke, CEO von Kodak.

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Neben KodakCoin enthüllte Kodak Pläne für den Kodak CashMiner: Reihen von Mining-Rigs im New Yorker Hauptsitz, die Kunden Mining-Kapazität vermieten. Betreiber ist Spotlite, ein LED-Leuchten-Lizenznehmer. Kunden schließen einen Zweijahresvertrag ab und zahlen 3.400 US-Dollar für die Maschinenmiete.

Kodak ist nicht das exzentrischste Unternehmen im Krypto-Boom – die Long Island Iced Tea Corporation toppt das, indem sie zu Long Blockchain Corp. wurde und Aktien um 500 % steigen ließ. Dies erinnert stark an die Dotcom-Blase.

„Das ist ein Phänomen aus den späten 1990er Dotcom-Tagen: Traditionelle Firmen erwähnen eine Internetstrategie, und Aktien explodieren“, urteilt Garrick Hileman von der University of Cambridge gegenüber der BBC. „Solche Kursbewegungen sind besorgniserregend – kein klares Blasen-Beweis, aber ein Indiz für überhitzte Märkte.“

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In den 1990ern fügten Firmen „.com“ zum Namen hinzu und sahen Aktien boomen – bis die Blase platzte. Eastman Kodak meldete 2012 Konkurs an, lizenzierte danach seine Marke für Drucker, Drohnen und Kameras. Die Aktie verlor über 70 % Wert, weil Kodak den Digitalisierungsboom verschlief und am Film festhielt.

Kodaks Sprung in Kryptowährungen zeigt den Willen, diesmal nicht abgehängt zu werden. Bitcoin fiel über Weihnachten um fast 50 %, erholte sich aber. Turbulente Kurse plus Hype um KodakCoin, Long Blockchain und sogar Hooters deuten auf eine Krypto-Blase hin. Ist das Ende nah?

Das KodakCoin-Initial Coin Offering (ICO) startet am 31. Januar in Großbritannien, USA und Kanada.