Forscher der Vrije Universiteit Brussel (VUB) haben einen bahnbrechenden weichen Roboter entwickelt, der sich nach Beschädigungen selbst regeneriert. Diese Technologie übertroffen natürlicher Selbstheilung und verspricht neue Standards in der Robotik.
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Der Roboter besteht aus einem Greifer, einer Roboterhand und einem künstlichen Muskel aus gummiartigen Polymeren, die Gelee ähneln. Bei Schäden, wie einem Messerstich, reicht eine Wärmezufuhr von etwa 80 °C für 40 Minuten, um die Polymere wieder zu verbinden und die Hand vollständig zu heilen.

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Mögliche Anwendungen liegen in Fabriken, wo weiche, regenerative Roboterhände neben Menschen arbeiten können, ohne durch Unfälle auszufallen. Sie regenerieren sich einfach und minimieren Risiken. Ebenso geeignet für die Lebensmittelindustrie, da sie empfindliche Produkte wie Obst und Gemüse sanft handhaben.
Derzeit ist Wärme notwendig, um den Heilungsprozess zu starten. Forschungsleiter Professor Bram Vanderborght und sein Team, unterstützt vom Europäischen Forschungsrat, arbeiten an autonomen regenerativen Eigenschaften. „In dem Moment, in dem gewöhnliche Roboterteile kaputtgehen, müssen sie ersetzt werden, aber das wird sich bald ändern“, erklärt Vanderborght.
Das Team hofft, dass diese Forschung das Vertrauen in Roboter stärkt: „Wir hoffen, dass Menschen eine neue Art von Vertrauen in Roboter entwickeln, da sie wissen, dass ihre funktionale Leistung nicht von der menschlichen Erkennung und Reparatur von Schäden abhängt.“