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Uber spendet 1,2 Millionen US-Dollar an Girls Who Code: Gute Sache oder PR-Manöver?

Uber kämpft mit einem ramponierten Image. In den vergangenen Jahren stand das Unternehmen in der Kritik: Vorwürfe des Technologiediebstahls, anti-gewerkschaftliche Praktiken bei Fahrern, Umgehung behördlicher Vorgaben, ein Video des damaligen CEOs Travis Kalanick, der einen Fahrer anbrüllt, sowie systemische Sexismusprobleme. Die Liste ist lang.

Uber spendet 1,2 Millionen US-Dollar an Girls Who Code: Gute Sache oder PR-Manöver?

Unter der Last unzähliger Skandale trat Kalanick Anfang des Jahres zurück. Das Management handelte schnell, um den Ruf wiederherzustellen – besonders bei Nutzern, die Ubers Bequemlichkeit schätzen, aber ethische Bedenken haben. Der Sexismusvorwurf haftet besonders, was Ubers jüngste Spende an Girls Who Code wie eine PR-Strategie wirken lässt.

Uber vergibt 1,2 Millionen US-Dollar an die Non-Profit-Organisation, die das Geschlechterungleichgewicht in der Tech-Branche bekämpft. Neue Chief Brand Officer Bozoma Saint John, kürzlich von Apple gewechselt, tritt dem Vorstand von Girls Who Code bei.

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„Ich habe es oft gesagt: Repräsentation ist entscheidend“, erklärte Saint John gegenüber TechCrunch. „Jetzt ist der ideale Moment, um über Frauen in Führungspositionen in der Tech-Branche zu sprechen. Wir brauchen eine starke Pipeline weiblicher Talente.“

Ein löblicher Zweck und großzügiges Engagement – doch Ubers Historie lässt Zweifel aufkommen. Besonders Susan J. Fowler, deren Blogpost den Sexismus-Skandal auslöste, bezweifelt die Aufrichtigkeit und Ubers Imagewandel.

Das Dilemma bleibt: Ist eine gute Tat aus fragwürdigen Motiven wertvoll? Für Uber-Aktionäre derzeit eher nicht. Dennoch: Die Millennials bleiben loyal.