Uber kämpft mit einem ramponierten Image. In den vergangenen Jahren stand das Unternehmen in der Kritik: Vorwürfe des Technologiediebstahls, anti-gewerkschaftliche Praktiken bei Fahrern, Umgehung behördlicher Vorgaben, ein Video des damaligen CEOs Travis Kalanick, der einen Fahrer anbrüllt, sowie systemische Sexismusprobleme. Die Liste ist lang.

Unter der Last unzähliger Skandale trat Kalanick Anfang des Jahres zurück. Das Management handelte schnell, um den Ruf wiederherzustellen – besonders bei Nutzern, die Ubers Bequemlichkeit schätzen, aber ethische Bedenken haben. Der Sexismusvorwurf haftet besonders, was Ubers jüngste Spende an Girls Who Code wie eine PR-Strategie wirken lässt.
Uber vergibt 1,2 Millionen US-Dollar an die Non-Profit-Organisation, die das Geschlechterungleichgewicht in der Tech-Branche bekämpft. Neue Chief Brand Officer Bozoma Saint John, kürzlich von Apple gewechselt, tritt dem Vorstand von Girls Who Code bei.
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„Ich habe es oft gesagt: Repräsentation ist entscheidend“, erklärte Saint John gegenüber TechCrunch. „Jetzt ist der ideale Moment, um über Frauen in Führungspositionen in der Tech-Branche zu sprechen. Wir brauchen eine starke Pipeline weiblicher Talente.“
Ein löblicher Zweck und großzügiges Engagement – doch Ubers Historie lässt Zweifel aufkommen. Besonders Susan J. Fowler, deren Blogpost den Sexismus-Skandal auslöste, bezweifelt die Aufrichtigkeit und Ubers Imagewandel.
Das Dilemma bleibt: Ist eine gute Tat aus fragwürdigen Motiven wertvoll? Für Uber-Aktionäre derzeit eher nicht. Dennoch: Die Millennials bleiben loyal.