Im jahrelangen Streit zwischen Android- und iOS-Enthusiasten legt eine neue Studie von Consumer Intelligence Research Partners (CIRP) nahe, dass Android-Nutzer loyaler sind. Laut Bericht bleiben 91 % der Android-Nutzer ihrem System treu, im Vergleich zu 86 % bei iPhone-Besitzern.

Bevor Sie jubeln: Diese Zahlen sind nur der Anfang. Als Branchenexperten mit langjähriger Beobachtung des Marktes sehen wir hier Nuancen, die den Eindruck relativieren.
Seit Januar 2016 sind 89–91 % der Android-Nutzer bei Google geblieben, gegenüber 85–88 % bei iOS. Solche hohen Raten wirken plausibel, doch der Kontext ist entscheidend. iOS läuft auf nur acht Modellen: iPhone X, 8 Plus, 8, 7, 7 Plus, 6S, 6S Plus und SE. Android hingegen dominiert bei Samsung, HTC, Sony, LG, Huawei, Honor, ZTE, Google, Nokia, BlackBerry, Razer, Acer, Asus, Motorola, Lenovo und vielen mehr. Ein Wechsel von HTC zu Samsung zählt als 'loyal', da das OS gleich bleibt – anders als bei iOS.
In einer so vielfältigen Welt mit unzähligen Android-Varianten und Skins fühlt sich Loyalität oft wie Bequemlichkeit an. Viele Käufer priorisieren Hardware über das OS.

Siehe verwandte Studie: iPhone-Besitzer weniger vertrauenswürdig als Android-Nutzer?
Das obige Diagramm unterstreicht: Früher gab es Alternativen wie Windows Phone (Nokia), BlackBerry 10 oder sogar Ubuntu-Phones. Damals, 2014, war Loyalität messbar. Heute, im Duopol iOS/Android, ist sie oft Zwangsläufigkeit – keine echte Präferenz.
CIRP interpretiert: „Android-Loyalität stieg durch Parität bei Apps, Musik, Videos und ähnlicher User Experience“, sagt Partner Josh Lowitz. „Nutzer wechseln Hardware von Herstellern, ohne OS zu lernen.“ Das klingt nach Pragmatismus, nicht extremer Treue.
Unsere Analyse: Die Studie beleuchtet Markt-Dynamiken, misst aber keine tiefe Loyalität. Basierend auf jahrelanger Marktbeobachtung raten wir zu Vorsicht bei solchen Claims.