Wie erwartet feierte iOS 11 auf der WWDC sein erstes öffentliches Debüt – die nächste große Version von Apples Kern-Betriebssystem. Die Developer-Version ist nun verfügbar, die öffentliche Beta folgt im Juni.

In diesem Beitrag beleuchte ich die wichtigsten Neuerungen für das iPad. Beachten Sie: Als erste Eindrücke einer Developer-Beta können sich Features bis zum Herbst-Release ändern. Ich ignoriere hier Bugs und Unfertigkeiten – das ist keine finale Rezension.
Kein umfassender Guide, das überlasse ich Experten wie Federico Viticci und seinem epischen 10.000-Wörter-Artikel zum iPad Pro (lesen Sie ihn unbedingt, wenn er raus ist).
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Stattdessen gebe ich Ihnen Einblicke in die konzeptionellen Änderungen für iPad-Nutzer in iOS 11 – plus feine Details, die Apples Denken offenbaren. Fokus: iPad. Später kommt iPhone. Getestet auf meinem iPad Pro 12,9" (1. Gen., 32 GB). Alles hier entstand darauf. Skeptiker der iPad-Produktivität: iOS 11 widerlegt das endgültig.
Das neue Dock
Apples Dock aus macOS kennt man: Schnellzugriff auf Apps unten am Bildschirm. In iOS war es limitiert: Nur 4–5 Apps, keine macOS-ähnliche Aufteilung, nur vom Home-Screen erreichbar.

Das iOS-11-Dock ist macOS-nah: Mehr Icons (Dock schrumpft), links kürzlich genutzte Apps + macOS-Continuity-Apps, jederzeit per Swipe-up aufrufbar. Zweite App starten war nie einfacher.
Offene Apps managen und Multitasking
Dock zentral für App-Übersicht: Vierfinger-Swipe-up zeigt Raster mit Miniaturansichten – schneller navigieren. Rechts integriertes Kontrollzentrum.
Seit iOS 9 Split View auf iPad. Aber App-Wechsel war umständlich: Swipe-rechts, endlos scrollen. In iOS 11: Swipe-up für Dock, Icon ziehen → Popover-Fenster. Runterziehen → Split View. Paare merken sich Positionen wie macOS-Spaces. Suchfunktion fehlt noch, aber insgesamt intuitiver.
Apps schließen: Im App-Switcher drücken halten → X-Symbol.
Drag & Drop
Zwischen Split-Apps: Text/Bild markieren, ziehen. Zu nicht-sichtbarer App: Markieren, Swipe-up mit anderer Hand → Dock + offene Apps erscheinen.
Brillant: Multi-Touch nutzt beide Hände/Finger. Sobald man umdenkt (kein "Ein-Zeiger-Modell"), fühlt es sich natürlich an. Revolutionär für Touch!
Apple Pencil und Notizen
Pencil-Liebhaber werden's schätzen: iOS 11 integriert tiefer. Latenz auf 21 ms reduziert (ML-Vorhersage). In Notizen: Direkt skizzieren (nicht auf Text), liniertes/gittertes Papier, Tippen entfernt Linien lokal – elegant.

Nicht ganz OneNote, aber nah dran.
Fazit
iOS 11 hebt iPads (bes. Pro) auf Laptop-Niveau: Besserer Workflow, Multi-App-Handling. Kritiker schrumpfen. Für zuverlässige, vielseitige Computer: iPad Pro mit iOS 11 ist ernstzunehmend.