Als erfahrener Beobachter digitaler Politik und Social-Media-Trends muss ich zugeben: Der berühmte 'Covfefe'-Tippfehler von Donald Trump am 31. Mai 2017 war ein Moment, der das Internet elektrisierte. Der damalige US-Präsident schien mitten in einem Twitter-Rant einzuschlafen und produzierte so einen der denkwürdigsten Tippfehler aller Zeiten:


Der Begriff 'Covfefe' wurde zum Internet-Phänomen, mit Debatten über die Aussprache und sogar einem Meinungsumschwung von Twitters Mitbegründer. Doch jenseits des Humors führte dieser Vorfall zu einem ernsthaften Gesetzesvorschlag: Dem COVFEFE Act des demokratischen Abgeordneten Mike Quigley. Das Akronym steht für 'Communications Over Various Feeds Electronically for Engagement' – ein sperriger Name für eine logische Idee.
Das Kernproblem: Im Gegensatz zu seinen Vorgängern nutzte Trump Twitter intensiv für offizielle Ankündigungen. Tweets vom @POTUS-Account gelten als öffentliche Aufzeichnungen, doch die meisten von Trump kamen vom privaten @realDonaldTrump-Konto. Diese fehlen in offiziellen Archiven, obwohl sie politische Aussagen enthalten – einschließlich der 53 Tweets vor Amtsantritt, in denen er Klimawandel leugnete. Ironischerweise löschte Trump nur den 'Covfefe'-Tweet selbst.
"Um das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Regierung zu wahren, müssen gewählte Amtsträger für ihre Aussagen Rechenschaft ablegen – inklusive 140-Zeichen-Tweets", erklärte Quigley in einer Pressemitteilung. "Präsident Trumps Nutzung seines persönlichen Kontos als offizielles Medium ist beispiellos. Solche Posts müssen archiviert werden, um Transparenz zu gewährleisten."
Wird der Act Gesetz? Unwahrscheinlich. Er hat demokratische Unterstützer, aber keine republikanischen. Trump könnte stattdessen einen Disclaimer in seiner Bio hinzufügen, wie viele Politiker: "Die Ansichten sind meine eigenen." Als Experte für digitale Governance sehe ich hier einen Meilenstein in der Archivierung sozialer Medien – ein Thema, das relevanter denn je ist.