Bei der Suche nach einer neuen Smartwatch stoßen Sie oft auf SpO2-Sensoren, Pulsoximeter oder Blutsauerstoffwerte. Diese messen die Sauerstoffsättigung Ihres Bluts – also den Sauerstoffgehalt darin. Moderne Smartwatches und Fitness-Tracker integrieren diese Sensoren standardmäßig. Allerdings variieren die Hersteller in der Nutzung: Manche messen passiv im Schlaf, andere erlauben manuelle Messungen. Als Experten für Wearables erklären wir Funktion, Grenzen und Einrichtung auf populären Modellen.
Keine Sorge: Wir klären, was SpO2-Sensoren sind, wie sie arbeiten und welche Einschränkungen sie haben. Zudem zeigen wir Schritt für Schritt, wie Sie Messungen auf gängigen Wearables aktivieren.
So funktionieren SpO2-Sensoren in Smartwatches
Pulsoximeter als Fingerspitzen-Clips kennen viele aus der Pandemie-Zeit: Sie maßen Blutsauerstoff und warnten bei COVID-19-Symptomen. Smartwatch-Sensoren basieren auf ähnlicher Photoplethysmographie (PPG) wie Herzfrequenzmesser, strahlen jedoch rotes und infrarotes Licht in die Haut. Aus der Reflexion berechnet ein Algorithmus die Sauerstoffsättigung.
Normale Werte liegen bei über 95 Prozent, ab 90 Prozent gilt als akzeptabel. Jeder Hersteller definiert "normal" leicht anders – prüfen Sie immer die Bedienungsanleitung.
Grenzen von SpO2-Sensoren in Wearables
Hersteller bauen SpO2 ein, um Schlafqualität zu bewerten oder Apnoe zu erkennen (z. B. Fitbit, Withings). Doch Handgelenkssensoren sind keine medizinischen Geräte wie FDA-zugelassene Fingerspitzen-Pulsoximeter der Klasse II. Sie dienen nur dem Wellness-Bereich und sind weniger präzise durch Reflexionsmessung statt Durchleuchtung.
Verwenden Sie sie nicht medizinisch. Sie geben nur eine grobe Basislinie – rechnen Sie mit Schwankungen.
Bewusst für diese Limits: Hier die Einrichtung auf Top-Plattformen.
Apple Watch: SpO2 einrichten
Ab Series 6 (nicht SE) verfügbar. Manuelle 15-Sekunden-Messungen oder Schlaf-Tracking.
Aktivierung:
- Öffnen Sie die Health-App auf dem iPhone.
- Tippen Sie auf Durchsuchen.
- Zu Atmung scrollen.
- Tippen Sie Blutsauerstoff.
- Aktivieren Sie es.
Manuelle Messung:
- Öffnen Sie die Blutsauerstoff-App auf der Watch.
- Tippen Sie Start.
- 15 Sekunden stillhalten.
- Tippen Sie Fertig.
Tipp: Arm ruhen lassen, Armband eng, Sensorkontakt sicherstellen.
Hintergrundmessungen:
- In Einstellungen auf Watch zu Blutsauerstoff.
- Einschalten für Tag/Nacht oder Kino-Modus.
Fitbit: SpO2-Tracking
Seit 2017 integriert, ab 2020 aktiv (außer Inspire 2). Nur passiv, keine manuellen Messungen.
Nächtliche Werte anzeigen:
- Heute-Tab in App.
- Ruhemodus-Kachel.
- Schlafprotokoll > geschätzte Sauerstoffschwankung.
- Premium: Wiederherstellung für EOV-Diagramm.
Trends (Charge 4/5, Luxe, Sense, Versa 2/3):
- Fitbit Premium notwendig.
- Gerät aktualisieren, 24h tragen, syncen.
- Heute > Gesundheitskennzahlen > Sauerstoffsättigung.
SpO2-Zifferblatt:
- Profil > Gerät > Galerie > Uhren > SpO2 suchen/installieren.
Daten nach Sync 1–2 Stunden verzögert. Sense/Versa 3: SpO2-Tracker-App installieren.
Garmin: Pulsox-Messung
Bezeichnet als Pulsox. Widget für Spot-Checks, Einstellungen für Schlaf/Ganz-Tag.
Spot-Messung: Menü > Pulsox-Widget > stillhalten.
Tracking aktivieren (Garmin Connect App):
- Geräte > Aktivitätstracking > Pulsox.
- Schlaf-/Ganztags-Tracking ein/aus.
Schlaf-Pulsox: Gesundheitsstatistiken > Schlaf > Pulsox-Tab.
Samsung Galaxy Watch 4 / Classic
Spot-Messungen möglich, Schlaf-Tracking manuell aktivieren.
Kachel hinzufügen: Links wischen > Kachel hinzufügen > Blutsauerstoff.
Spot-Messung: Blutsauerstoff-Kachel > Messen > Anweisungen folgen.
Schlaf-Messung: Samsung Health > Einstellungen > Messungen > Blutsauerstoff im Schlaf > Konstant messen.
SpO2 in Smartwatches ist vielversprechend, aber noch jung. Es liefert Kontext zu Basiswerten und Erholung – Updates folgen.