Apple hat zum ersten Mal offiziell bestätigt, dass es Google Cloud anstelle von Microsoft Azure für die Speicherung aller iCloud-Dateien und Fotos einsetzt.

Wie CNBC berichtet, offenbart Apples iOS-Sicherheitsleitfaden vom Januar, dass die Google Cloud Platform für Dienste wie My Photo Stream, iCloud Drive und iCloud Backup genutzt wird.
Obwohl US-Medien vor knapp zwei Jahren über einen Deal zwischen den Rivalen spekuliert hatten, liegt nun die erste offizielle Bestätigung vor, dass Apple Googles Cloud-Speicher für iCloud verwendet.
„Jahrelang deuteten Formulierungen im Dokument auf Abhängigkeiten von Amazon Web Services und Microsoft Azure hin – in der neuesten Version ist Azure ersetzt durch Google Cloud Platform“, erläutert CNBC.
CRN berichtete bereits 2016, dass Apple seine Nutzung von Amazon Web Services reduziert hat – der Verweis auf Amazons S3 bleibt jedoch im Leitfaden bestehen.
Auch wenn Google die Nutzerdaten speichert, kann das Unternehmen sie nicht einsehen: Alles ist hochgradig verschlüsselt.
Siehe verwandten Zugriff auf iCloud auf einem PC. Cloud-Speicher: Wie sicher sind Dropbox, OneDrive, Google Drive und iCloud?
„Jede Datei wird in Teile zerlegt, mit AES-128 und einem aus SHA-256 abgeleiteten Schlüssel verschlüsselt“, beschreibt Apples iOS-Sicherheitsleitfaden.
„Schlüssel und Metadaten werden in Ihrem iCloud-Konto bei Apple gespeichert. Die verschlüsselten Dateiteile landen anonym bei Drittanbietern wie S3 und Google Cloud Platform.“
Es bleibt unklar, welche iCloud-Dienste welchen Anbieter nutzen; weitere Erwähnungen von Google fehlen im Dokument.