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US-Senat befragt Apple zu Leistungsverlangsamung älterer iPhones

Apple steht vor dem US-Senat in der Kritik: Das Unternehmen wird wegen der Praxis befragt, ältere iPhones zu verlangsamen, um die Effekte alternder Batterien abzumildern.

US-Senat befragt Apple zu Leistungsverlangsamung älterer iPhones

Wie die Wall Street Journal berichtet, hat der Vorsitzende des Senats-Handelsausschusses, Senator John Thune, an Apple-CEO Tim Cook geschrieben. Er fordert detaillierte Erläuterungen zum Umgang mit batteriebedingten Leistungsproblemen bei iPhones.

"Apples vorgeschlagene Lösungen haben bei manchen Kunden zusätzliche Kritik ausgelöst, insbesondere die Weigerung, kostenlose Ersatzbatterien bereitzustellen", so Thune laut Zeitung.

Thune erwartet Antworten bis zum 23. Januar. Diese Anfrage kommt parallel zur Untersuchung der französischen Betrugsaufsicht, die Vorwürfe der Täuschung und geplanten Obsoleszenz prüft.

Apple hat bestätigt, dass es ältere Geräte bei Bedarf drosselt, um die Auswirkungen nachlassender Lithium-Ionen-Batterien auszugleichen.

Dieses Eingeständnis führte bereits zu einer Sammelklage: Zwei Einwohner von Los Angeles werfen Apple vor, ältere iPhone-Modelle absichtlich zu verlangsamen, um Neugerätekäufe anzukurbeln. Die Klage vom Dezember beim US-Bezirksgericht im zentralen Bezirk Kaliforniens lautet: "Die Beklagte hat gegen stillschweigende Verträge verstoßen, indem sie ältere Modelle verlangsamt und dies nicht offengelegt hat."

Laut MacRumors betrifft sie Stefan Bogdanovich und Dakota Speas, Besitzer von iPhone 7 und Vorgängern. Sie wollen eine kalifornische und bundesweite Zertifizierung für alle US-Nutzer von iPhones vor dem iPhone 8.

Apple erklärt, die Drosselung diene dem Schutz: "Lithium-Ionen-Batterien decken Spitzenströme schlechter ab, wenn sie kalt, schwach geladen oder alt sind – was zu unerwarteten Abschaltungen führen kann." Im Vorjahr wurde die Funktion für iPhone 6, 6s und SE eingeführt, nun erweitert auf iPhone 7 mit iOS 11.2.

Hoher Prozessorstrom bei alternder Batterie kann Komponenten schädigen; das Gerät schaltet sich schützend aus – ein bekanntes Problem von 2016. Die Software-Lösung drosselt Leistung bei schwachen Akkus.

Geplante Verlangsamung?

Die Enthüllung stammt von Geekbench, ausgehend von einem Reddit-Thread. Dieser wies auf Leistungsabfall mit Akkualter hin. Erwartbar ist Akkuschwund durch Ladezyklen, nicht aber systematischer Leistungsverlust.

Beispiel iPhone 6s: Vor Batteriewechsel Geekbench-Scores 1.466 (Single-Core)/2.512 (Multi-Core), danach 2.526/4.456.

Reddit-User TeckFire: "Apple drosselt bei schwachem Akku, damit er länger hält – aber das macht Geräte ohne Grund langsam. Testen Sie Geekbench!"

Geekbench analysierte iPhone 6/7 auf diversen iOS-Versionen: Bei iPhone 6/iOS 10.2.1 und höher mehrere Leistungsspitzen, deutend auf Drosselung bei Teilen der Flotte. Ähnlich iPhone 7 ab iOS 11.2.

"Das Problem ist weit verbreitet und verschärft sich mit Alterung. Es hängt teils von iOS-Änderungen ab", resümiert Geekbench.