Das Wählen des Notrufs ist bewusst einfach gestaltet: Nur drei Ziffern – 999 in Großbritannien oder 911 in den USA – verbinden Sie sofort mit Polizei, Krankenwagen oder Feuerwehr. Die kurze Nummer eignet sich sogar für Kinder, die Siri nutzen können.
Was tun, wenn ein Anruf Sie in Gefahr bringt? Apple hat eine innovative Technologie patentiert, die Notdienste rein per Fingerabdruck aktiviert – ohne hörbaren Alarm.
Das klingt anfangs riskant, ist aber hochintelligent: Nutzer konfigurieren individuelle Fingerabdrücke, Muster oder Druckstärken. Statt des üblichen Daumens für die Entsperrung dient z. B. der Zeigefinger oder ein Multi-Finger-Muster als Notfalltrigger. Nur exakte Übereinstimmung löst den Panikmodus aus.
Im Panikmodus ruft das iPhone nicht nur 999 an, sondern teilt vitale Infos: GPS-Standort, Live-Video- oder Audio-Stream. Ein spezielles Muster könnte sogar sensible Daten löschen, falls Diebstahl droht. 
So rufen Sie 999 diskret an
Ob als Feature für neue iPhones, Software-Update oder reines Konzept – angesichts aktueller Bedrohungen lohnt ein Blick auf bestehende Optionen für heimliche Notrufe.
Die meisten Smartphones erlauben Notrufe vom Sperrbildschirm, auch ohne PIN. Sprechen Sie nicht? Wählen Sie 999: Der Operator wartet, bittet um Husten oder Geräusche. Bleibt Stille, folgt ein Voice-Response-System: Drücken Sie 55 innerhalb von 20 Sekunden für Hilfe.
Siehe: Smart Speaker ruft Polizei bei bewaffnetem Streit. Fitbit Charge HR rettet Leben.
Alternativ: EmergencySMS für Textnachrichten an 999. Registrieren Sie sich per SMS „registrieren“ an 999 (für Hörgeschädigte optimiert). Geben Sie dann an: Welcher Dienst? Was ist passiert? Wo?
Apples Patent könnte lebensrettend wirken – vorausgesetzt, Nutzer richten es ein und üben. Sonst versinkt es in den Einstellungen.