Stellen Sie sich vor: Präsident Trump überquert die Straße bei einem Morgenspaziergang. Plötzlich fällt ein Baum und blockiert den Weg eines autonomen Fahrzeugs. Welche Entscheidung trifft das Auto – Kollision mit dem Baum, Trump oder einem Verkehrsschild? Als Experte für KI-Ethik und autonome Systeme weiß ich: Die Antwort hängt von der Programmierung ab.

Die faszinierende Unity-Simulation von Matthieu Cherubini macht genau das erlebbar. Laden Sie sie herunter, wählen Sie Prioritäten: Passagierleben, utilitaristischen Nutzen für Viele oder Kosteneffizienz der Versicherung. Dann folgt ein Szenario – wie Trump, karikaturhaft dargestellt im Stil des frühen Grand Theft Auto, als er 51 Jahre alt war.

Sehen Sie sich die Technik von fahrerlosen Autos von Volvo an. Wie Audi die Fragen auf Leben und Tod von fahrerlosen Autos beantwortet.
Bei meiner Testrunde wählte ich ein humanistisches Design, das maximales Glück priorisiert – ähnlich dem Trolley-Problem: Eine Person opfern, um Fünf zu retten. Das Auto rammt Trump, schützt die drei Insassen. Ein gewinnorientiertes Modell kalkuliert hingegen Trumps hohen Wert und opfert sich selbst – mit 95-prozentiger Sterberate für die Passagiere.
Natürlich begegnen Präsidenten selten auf der Straße. Die Simulation bietet realistischere Fälle: Ein Schulbus mit Kindern, ein betrunkener Fußgänger vor einem Krankenwagen oder ein Radfahrer nach einem Lkw-Manöver. Jede Wahl führt zu ethisch komplexen Konsequenzen.
Keine Szenarien sind schwarz-weiß. Bisher hat keine Firma Cherubini kontaktiert, sagt er in unserem Gespräch.
„Am fairesten wäre eine Zufallsentscheidung, um unlösbare Probleme zu umgehen“, meint Cherubini. Persönliche Fragen wie „Ist der Insasse wichtiger als ein Passant? Ein Kind vor einem Älteren?“ sollten nicht in Massenprodukte einfließen.
Sie können den Simulator für Windows, Mac und Linux hier herunterladen.