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Sean Parker, Facebook-Mitgründer: „Nur Gott weiß, was Social Media mit den Gehirnen unserer Kinder anstellt“

Sean Parker, der erste Präsident von Facebook, hat zugegeben, dass die Plattform bewusst eine „Schwachstelle in der menschlichen Psychologie“ ausnutzt, um Nutzer zu binden.

Sean Parker, Facebook-Mitgründer: „Nur Gott weiß, was Social Media mit den Gehirnen unserer Kinder anstellt“

In einem offenen Statement auf einer Axios-Veranstaltung in Philadelphia kritisierte Parker das Unternehmen, das ihn zum Milliardär machte. Er beschrieb den Entwicklungsprozess so: „Wie maximieren wir die Zeit und Aufmerksamkeit der Nutzer?“

„Die Erfinder – ich selbst, Mark Zuckerberg, Kevin Systrom von Instagram und andere – wussten das genau und haben es trotzdem umgesetzt“, betonte Parker.

Siehe dazu: Der Erfinder des Facebook-Likes: „Es wird immer unbeabsichtigte Folgen geben“

Parker reflektierte seine damalige Haltung: „Als Facebook startete, sagten Leute zu mir: ‚Ich bin nicht in sozialen Medien.‘ Ich erwiderte: ‚Das wirst du schon.‘ Sie schätzten reale Interaktionen, Präsenz und Intimität – und ich sagte: ‚Wir kriegen dich.‘“

In einem kürzlichen Alphr-Interview mit Justin Rosenstein, Erfinder des Like-Buttons, sprach Parker über die Kluft zwischen Intentionen und realen Folgen: „Ich habe die unbeabsichtigten Konsequenzen nicht voll erfasst, als das Netzwerk auf Milliarden Nutzer wuchs.“

„Es verändert Beziehungen zueinander und zur Gesellschaft, beeinträchtigt die Produktivität – und nur Gott weiß, was es mit den Gehirnen unserer Kinder macht.“

Rosenstein erklärte: „Menschen sind formbar. Software-Design schafft Dynamiken wie Architektur, die Verhalten unbewusst lenken.“

Parker nannte den Like-Kommentar-Zyklus eine „Rückkopplungsschleife zur sozialen Validierung“ – „genau das, was einem Hacker wie mir einfallen würde, um psychologische Schwächen auszunutzen.“

Alphr fragte bei Facebook nach, das Unternehmen gab keine Stellungnahme ab.