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Airbnb übernimmt Accomable: Mehr Barrierefreiheit für Reisende mit Behinderung

Airbnb hat sich als Pionier im Bereich erschwinglicher und stressfreier Unterkünfte etabliert. Doch wie bei vielen Tech-Plattformen stand die Barrierefreiheit oft im Hintergrund. Obwohl ein Filter für "rollstuhlgerechte" Unterkünfte existiert, sind Angaben von Gastgebern häufig ungenau. Stellen Sie sich vor, Sie erreichen Ihr Ziel in Phuket – und die Unterkunft ist gar nicht zugänglich. Um das zu ändern, hat Airbnb das britische Startup Accomable übernommen, Spezialist für behinderte Reisende.

Airbnb übernimmt Accomable: Mehr Barrierefreiheit für Reisende mit Behinderung

Gegründet 2015 in London von Srin Madipalli, ehemaligem Unternehmensanwalt, und Martyn Sibley, seinem Jugendfreund – beide mit Muskeldystrophie – entstand Accomable aus Frustration über fehlende genaue Hotel-Infos.

"Jeder kann überall hingehören"

"Du bist an Orten aufgetaucht, an denen die Dusche winzig war oder eine Stufe den Zugang verhinderte. Es ist einfach wirklich demütigend", sagte Madipalli der BBC.

Accomables Plattform ähnelt Airbnb, listet aber ausschließlich barrierefreie Zimmer mit Merkmalen wie stufenlosem Zugang und breiten Türen.

"Die Mission von Airbnb ist es, eine Welt zu schaffen, in der jeder überall hingehört – einschließlich Reisender mit Behinderungen", hieß es in einer Pressemitteilung. "Wir verbieten Diskriminierung und fördern offene Türen, doch wir können mehr tun."Airbnb übernimmt Accomable: Mehr Barrierefreiheit für Reisende mit Behinderung

Accomables britisches Team wechselt zur Airbnb-Zentrale in San Francisco, um bestehende Initiativen voranzutreiben. Die Angebote werden in Airbnbs Plattform integriert.

Airbnb erweitert parallel eigene Features: Gastgeber können nun stufenlosen Zugang, rollstuhlgerechte Eingänge und mehr detailliert angeben. Das schafft Klarheit für Gäste.

Versteckte Diskriminierung

Diese Verbesserungen optimieren Filter, lösen aber nicht alle Probleme. Eine Rutgers-Studie (frühes Jahr) zeigte: Gastgeber lehnten Anfragen mit Behinderungs-Offenlegung öfter ab – 75 % Genehmigung ohne, nur 50 % bei Blindheit, 61 % bei Zwergwuchs, 43 % bei Zerebralparese und 25 % bei Rückenmarksverletzung.

Siehe auch: Airbnb wird wegen mutmaßlichen sexuellen Übergriffs durch einen "Superhost" verklagt.

Neue Features rollen auf der Webplattform aus, App-Updates folgen. Die Übernahme und Checklisten versprechen echte Fortschritte für inklusives Reisen.