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Netflix investiert 8 Milliarden US-Dollar in Originalfilme und Anime nach Preiserhöhung

Netflix hat seine Jahresausgaben für 2018 massiv auf 8 Milliarden US-Dollar (ca. 6,2 Milliarden Pfund) angehoben. Ziel: 50 Prozent der Bibliothek mit eigenen Originalinhalten zu füllen. Als erfahrener Streaming-Experte beobachten wir, wie Netflix gegen zunehmende Konkurrenz antritt.

Netflix investiert 8 Milliarden US-Dollar in Originalfilme und Anime nach Preiserhöhung

Diese Zahl wurde bei der quartalsmäßigen Gewinnankündigung am Montag enthüllt und markiert einen deutlichen Sprung gegenüber den geplanten 6 Milliarden US-Dollar (4,5 Milliarden Pfund) für das laufende Jahr. Gerade als Giganten wie Disney Inhalte abziehen und eigene Streaming-Dienste launchen, setzt Netflix auf Eigenproduktionen, um Lizenzverluste und Konkurrenz von Amazon zu kontern.

Siehe auch: Disney zieht Filme von Netflix ab und startet eigenen Streaming-Dienst. Netflix' interaktives Experiment: (a) gut oder (b) schlecht?

„Wir haben einen guten Vorsprung, aber unsere Aufgabe ist es, Netflix so schnell wie möglich zu verbessern [...], um der Konkurrenz in den kommenden Jahrzehnten voraus zu sein“, hieß es vom Unternehmen.

Netflix-CFO David Wells erklärte bereits 2016, die Hälfte der Bibliothek solle aus Originalprogrammen bestehen, ergänzt um lizenzierte Shows und Filme. Ville Salminen von Cordcutting.com und AllFlicks sieht die Herausforderung klar: „Eine 50-prozentige Originalanteil-Mischung wird 2018 nicht einfach. Netflix hat derzeit in den USA 432 Originale gegenüber 5.165 Nicht-Originalen. Für 50 Prozent bräuchte es 4.733 neue Eigenproduktionen – bei konstanter Lizenzbibliothek.“

Schwerpunkte 2018: Filme und Anime. Chief Content Officer Ted Sarandos kündigte rund 80 Filme und 30 neue Anime-Serien an. Von Imports wie Attack on Titan zu Eigenwerken wie Neo Yokio wächst der Anime-Anteil.

Anime lockt junge Zuschauer, Filme zielen auf Prestige ab. Netflix-Produktionen wie Meyerowitz Stories und Okja liefen in Cannes, konkurrieren mit Amazon-Oscar-Träger Manchester by the Sea.

Kürzlich hob Netflix US- und UK-Preise an: Von 7,50 £/9 £ auf 8 £/10 £ monatlich.

Auch interaktive TV-Shows im Adventure-Stil sind im Visier – Details zu Budgets aus dem 8-Milliarden-Topf fehlen noch.