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Die VFX-Geheimnisse hinter der magenverdrehenden Seilbahnszene in Kingsman: The Golden Circle

Es gibt eine Szene, die die rasante Action in Matthew Vaughns Kingsman: The Golden Circle perfekt verkörpert: die Seilbahnsequenz in den italienischen Alpen.

Die VFX-Geheimnisse hinter der magenverdrehenden Seilbahnszene in Kingsman: The Golden Circle

In dieser Szene stecken Agenten Eggsy (Taron Egerton) und Whiskey (Pedro Pascal) in einer sich rasend schnell drehenden Gondel fest. Die Aufnahmen entstanden durch eine clevere Mischung aus praktischen Stunts – inklusive eines Sets, das echte Reisekrankheit auslöste – und fotorealistischem CGI. So wurde es umgesetzt.

Die Planung

Die Seilbahn dreht sich zunächst zu Showzwecken, wird dann aber von den Bösewichten übernommen und rast in unkontrollierten Umdrehungen davon.

„Matthew hatte die Idee, dass die Bösewichte die Kontrolle übernehmen und es auf Höchstgeschwindigkeit drehen“, erklärt Angus Bickerton, Overall Supervisor für visuelle Effekte beim Film. „Eggsy und Whiskey sitzen in dieser Gondel fest, die mit 30 Umdrehungen pro Minute rotiert. Sie werden gegen die Wände geschleudert und müssen somehow raus.“

Heutzutage werden komplexe Szenen wie diese gründlich mit Konzeptkunst, Storyboards und Prävisualisierung (Previs) vorbereitet, lange vor Drehbeginn und VFX-Produktion. Jason McDonald von Argon Effects erstellte die Previs in enger Zusammenarbeit mit Vaughn, Bickerton und Editor Eddie Hamilton, um die Schlüsselmomente der Sequenz zu definieren.

Auf Basis der Previs wurde der Drehort in Courmayeur im Aostatal, Norditalien, ausgewählt. Argon nutzte sogar Google Maps-Terrain des Gebiets für die Previs. Vor Ort fotografierte das VFX-Team umfangreiche Plattenaufnahmen von Schnee, Bergen und Umgebung.

Diese Plates wurden mit CGI-Bergen zu einem digitalen Hintergrund kombiniert – Nahaufnahmen der Schauspieler entstanden auf einem Set. „Es war herausfordernd, reale Berge mit CG-Elementen zu vermischen“, sagt Fabio Zangla, CG-Supervisor bei Framestore, dem VFX-Studio für die Szene. „Die Originalfotografie war kristallklar und detailliert – wir mussten das nahtlos nachbilden.“

Die Physik des Drehens

Die Previs bestimmte auch die Dreharbeiten in der rotierenden Gondel. Special Effects Supervisor Steven Warner baute eine Nachbildung der Seilbahn auf einem kontrollierten Set mit blauem Himmel als Greenscreen-Hintergrund. Sie konnte bis zu 35 Umdrehungen pro Minute erreichen.

Die echte Rotation – statt Kamera-Tricks – sorgte für Authentizität. Doch bei 35 U/min wurde es extrem realistisch.

„Selbst Stuntleute hielten nicht länger als 15 U/min aus“, berichtet Bickerton. „Man konnte sich nirgends festhalten, und der blaue Himmel machte einen sofort seekrank.“

Bei zunehmender Geschwindigkeit wurden die Figuren gegen die Wände gepresst. Dafür kamen Draht- und Gurtsysteme zum Einsatz. Framestore modellierte CG-Versionen von Eggsy und Whiskey.

„In manchen Takes nutzten wir hochauflösende CG-Digi-Doubles, besonders im Zero-G-Moment, kombiniert mit echten Schauspieler-Gesichtern“, erklärt Compositing Supervisor Chris Zeh von Framestore. „Das gab uns kreative Freiheit.“

Die VFX-Geheimnisse hinter der magenverdrehenden Seilbahnszene in Kingsman: The Golden Circle

Framestore erweiterte die Action mit CG-Umgebung, Digi-Doubles und einer digitalen Gondel. „In wenigen Einstellungen haben wir die Intensität erhöht, da die Drehzeit begrenzt war“, sagt VFX Supervisor Chris Lawrence. „Es funktionierte perfekt.“

Kingsman: The Golden Circle lief seinerzeit in den Kinos.

Diese Geschichte erschien ursprünglich auf Den of Geek.