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„Datenschutz ist ein Grundrecht“: Apple verstärkt den Schutz Ihrer Privatsphäre mit innovativen Maßnahmen

Datenschutz ist seit Jahren ein zentraler Pfeiler der Apple-Identität – maßgeblich geprägt durch den Konflikt mit dem FBI 2016 um den Zugriff auf ein iPhone des San-Bernardino-Attentäters.

„Datenschutz ist ein Grundrecht“: Apple verstärkt den Schutz Ihrer Privatsphäre mit innovativen Maßnahmen

Mitten in den Spannungen zwischen Regierungen und Tech-Giganten zu Verschlüsselung, KI und Gesichtserkennung hat Apple sein Mantra gefestigt: Datenschutz ist ein fundamentales Menschenrecht.

Als neuester Schritt hat Apple seinen Datenschutz-Bereich auf der Website komplett überarbeitet und ein detailliertes Whitepaper zur Face-ID-Sicherheit veröffentlicht. Es beleuchtet Stärken und Grenzen dieser Technologie.

Zum Hintergrund: Beim Launch des iPhone X 2017 zweifelten Kritiker wie US-Senator Al Franken an der Privatsphäre von Face ID. Auch Fragen zu Drittanbieter-Apps standen im Raum.

Das Whitepaper klärt: Drittanbieter-Apps können Face ID nur für Authentifizierung nutzen und erhalten lediglich ein Ja/Nein-Ergebnis. Kein Zugriff auf biometrische Daten – somit unmöglich, eigene Systeme darauf aufzubauen. Siehe dazu die kontroverse britische Polizeidatenbank zur Gesichtserkennung, die weit über Haftbefehle hinausgeht.

Face ID basiert auf einem neuronalen Netz in der Secure Enclave des A11 Bionic-Chips. Infrarotbilder und mathematische Modelle des Gesichts bleiben sicher gespeichert. Das System passt sich dynamisch an Veränderungen an, etwa Bartwuchs oder neues Make-up.

"Face ID erweitert seine gespeicherte Darstellung über die Zeit: Bei Fehlern mit hoher Übereinstimmung und Passcode-Eingabe wird ein neues Modell hinzugefügt. Nach begrenzten Nutzungen oder Abweichungen wird es verworfen – so hält es mit starken Veränderungen Schritt, ohne Fehlakzeptanzen zu riskieren."

„Datenschutz ist ein Grundrecht“: Apple verstärkt den Schutz Ihrer Privatsphäre mit innovativen Maßnahmen

Neurale Netze werden laufend aktualisiert; das iPhone X registriert Bilder automatisch neu, ohne erneute Einrichtung. Trainiert auf diversen Gruppen (Geschlechter, Ethnien, Altersstufen), adressiert Apple Vorwürfe wie bei der Apple Watch 2015.

Privacy International warnt dennoch: "Die Normalisierung von Gesichtserkennung birgt Risiken. Die Technologie rast voran, ehe wir ethische und rechtliche Fragen klären konnten. Sie macht uns zu wandelnden ID-Karten – ein hoher Preis für Bequemlichkeit."

Differential Privacy und Anti-Tracking

Ein Highlight: Die erweiterte Differential Privacy in macOS High Sierra und Safari. Safari erkennt ressourcenfressende Sites anonym – ohne personenbezogene Daten.

Wie TechCrunch berichtet, ist dies opt-in mit Geräteanalysen. Safari 11s Intelligent Tracking Prevention (ITP) nutzt maschinelles Lernen, um Cross-Site-Cookies auf 24 Stunden zu begrenzen.

Werber kritisieren Apples "hartnäckigen Kurs", der Internet-Infrastruktur schade. Apple kontert: "Ad-Tracking rekonstruiert Browserverläufe ohne Einwilligung für Retargeting."

Egal ob PR oder Überzeugung: Apples Fokus formt das Internet und beeinflusst Branchen. In Zeiten KI-gestützter Datensammlung positioniert sich Apple als Datenschutz-Pionier.