Apple unterstreicht sein Engagement für Datenschutz, indem es in iOS 11.3, macOS 10.13.4 und tvOS 11.3 ein neues Symbol einführt. Dieses zeigt Benutzern an, wann Apple-Dienste personenbezogene Daten erfassen.

Angesichts der Facebook-Datenaffäre und der bevorstehenden DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) verbessert Apple die Transparenz. Ab Mai 2018 bieten erweiterte Tools Optionen zum Herunterladen, Korrigieren und Deaktivieren personenbezogener Daten.
Siehe auch: Cambridge Analytica und Facebook: Was ist passiert? „Datenschutz ist ein Grundrecht“: Apples Haltung
Nach Installation des Updates erscheint eine Erklärung: Ein Symbol mit zwei Händeschüttel-Figuren wird angezeigt, „wenn eine Apple-Funktion Ihre personenbezogenen Daten anfordert“.
Benutzer können im App Store, iTunes oder anderen Diensten auf das Symbol tippen, um Details zur Datensammlung und -nutzung zu erfahren. Dies erhöht die Transparenz und entspricht DSGVO-Anforderungen.

(Abbildung: Neue Datenschutzinfo auf iPhone 8. Quelle: Apple)
Das Symbol gilt nur für Apple-Dienste, nicht Drittanbieter-Apps. Apple beschränkt den DatenZugriff streng. Die Facebook-Affäre zu Anruf- und SMS-Logs betraf Android, nicht iOS.
CEO Tim Cook betonte in einem Recode-Interview: „Datenschutz ist ein Menschenrecht, eine bürgerliche Freiheit.“ Er erklärte: „Wir könnten viel Geld verdienen, indem wir unsere Kunden monetarisieren. Aber wir tun es nicht – wir handeln nicht mit Ihrem Privatleben.“
DSGVO
Im Mai 2018 folgen bei DSGVO-Inkrafttreten Tools für Apple-ID: Datenkopie anfordern, korrigieren, Konto deaktivieren oder löschen.
Die Deaktivierung ist umkehrbar: Daten werden nicht verarbeitet, bleiben aber erhalten. Löschung dauert bis zu sieben Tage zur Prüfung.
Apples Datenschutzfokus wuchs seit dem FBI-Streit 2016 um ein iPhone. Es lehnt gezielte Werbung und Überwachung ab. Im September 2017 aktualisierte Apple seine Website und veröffentlichte ein Face-ID-Whitepaper.
Apples Sicherheitsbilanz ist stark: Der iCloud-Hack 2014 zielte auf einzelne Konten. Viele Features nutzen lokale Daten mit minimaler Erfassung – im Kontrast zu Facebook und Google.
Das iOS 11.3-Update rollt seit 29. März aus, inklusive neuer Animoji, ARKit-Upgrade und Apple-Music-Videos.