Aktualisierung 25.07.2017: Microsoft hat auf den großen Aufschrei reagiert und klargestellt: Die beliebte Zeichenanwendung MS Paint wird nicht eingestellt. Stattdessen wandert sie in den Windows Store, wo sie kostenlos weiter verfügbar bleibt. Besucher sind jederzeit willkommen!

"Heute haben wir eine unglaubliche Flut von Unterstützung und Nostalgie rund um MS Paint gesehen", schrieb Megan Saunders, General Manager bei Microsofts Initiative '3D für alle', in einem Blogbeitrag. "Wir nutzen diese Gelegenheit, um Klarheit zu schaffen: MS Paint bleibt erhalten, erhält aber bald ein neues Zuhause im Windows Store – kostenlos für alle."
Ob dies von Anfang an geplant war oder die öffentliche Empörung Microsoft zu guter PR verhalf, bleibt offen. Die Herabstufung von 'integriert' zu 'optional' ist kein voller Vertrauensbeweis, doch besser als der Papierkorb. Als Tech-Experte mit jahrelanger Erfahrung bei Windows-Updates sehe ich hier eine smarte Strategie, um Legacy-Software lebendig zu halten.
Meine Einschätzung: Emotionale Reaktionen wie die von Elizabeth Donoghue (siehe unten) haben den Ausschlag gegeben. Paint lebt im Store weiter – bis zur nächsten Debatte.
Der ursprüngliche Artikel folgt:
Microsoft Paint – das einfache Tool für Strichmännchen und schnelle Edits ohne Profi-Kenntnisse – schien dem Ende geweiht. Microsoft kündigte an, dass Paint mit Outlook Express und der Reader-App in der Liste der 'entfernten oder veralteten Features' im Windows 10 Fall Creators Update landet.
Während Outlook Express kaum bedauert wird, weckt Paint echte Nostalgie. Seit Version 1.0 im Jahr 1985 in Windows integriert, konnte es erst 1998 JPEGs speichern. 2009 kam ein Update für Windows 7, doch es blieb das 'Photoshop für Gelegenheitsnutzer' – perfekt für pixelige Meisterwerke bei Geduld und Freizeit.
Typische Tribut-Kunst: 
Auf meinem Mac ausgelagert an Content-Strategin Elizabeth Donoghue, die tief getroffen war: "Ich nutze es für alle Bildbearbeitungen und weigere mich, etwas Besseres zu installieren. Ideal für herablassende Pfeile auf Screenshots."
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Als Nutzer mit begrenztem Talent und Abneigung gegen Photoshop teile ich diese Gefühle. Paint, geboren 1985 – ein Jahr nach mir –, symbolisiert Windows-Vergänglichkeit.
R.I.P. Paint? Nein, überlebt von Paint 3D, das den Namen nicht verdient.