Präsident Donald Trump hat offiziell den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt. Dieses Abkommen vereint 193 Nationen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. Die USA schließen sich damit Nicaragua und Syrien an, die bisher nicht beigetreten sind. Eine anschauliche Weltkarte von Statista verdeutlicht die Isolation der USA: 
Der Schritt war erwartet, da Trump bereits im Wahlkampf 2016 damit gedroht hatte. Klimawandel spielte damals kaum eine Rolle in der Debatte.
Trotz Treffen mit Al Gore wurde Trumps Position von der republikanischen Partei-Line geprägt, die Klimaschutz skeptisch sieht: 
Es gibt Gründe für vorsichtigen Optimismus: Der Austritt dauert mindestens vier Jahre – bis nach den Wahlen 2020. Zudem treiben Unternehmen und Kommunen den Klimaschutz voran. Eine Studie in Nature warnte bereits unter Obama vor Zielverfehlungen um fast eine Milliarde Tonnen CO₂ bis 2025. Trumps Entscheidung verschärft dies nicht dramatisch.
Diplomatisch signalisiert der Austritt einen Rückzug aus der internationalen Zusammenarbeit. Trump erklärte im Rosengarten des Weißen Hauses: „Wir wollen nicht mehr, dass andere Führer und Länder über uns lachen. [...] Die gleichen Nationen, die uns bitten, im Abkommen zu bleiben, sind die Länder, die Amerika zusammen Billionen von Dollar durch harte Handelspraktiken und in vielen Fällen laxe Beiträge zu unserem kritischen Militärbündnis gekostet haben.“
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Die Welt reagierte scharf: „Die Entscheidung von US-Präsident Trump läuft darauf hinaus, der Weisheit der Menschheit den Rücken zu kehren. Ich bin sehr enttäuscht – ich bin wütend.“ – Japanischer Umweltminister Koichi Yamamoto.
„Wir halten die im Dezember 2015 in Paris erzeugte Dynamik für unumkehrbar [...]“ – Gemeinsame Erklärung von Angela Merkel, Emmanuel Macron und Paolo Gentiloni.
„Die Entscheidung der Vereinigten Staaten [...] ist eine große Enttäuschung für die weltweiten Bemühungen [...]“ – UN-Generalsekretär António Guterres.
„Er hat uns zu einem Umweltparia auf der Welt gemacht [...]“ – Ehemaliger US-Außenminister John Kerry.
„Wir sind zutiefst enttäuscht [...]“ – Kanadischer Premierminister Justin Trudeau.
Der Vatikan nannte es einen „riesigen Schlag ins Gesicht“ für den Papst. Marcelo Sánchez Sorondo verglich Trumps Haltung mit Flat-Earth-Theorien: „Zu sagen, dass wir uns auf Kohle und Öl verlassen müssen, ist wie zu sagen, dass die Erde nicht rund ist.“ (Reuters).
Unternehmen reagierten enttäuscht: Elon Musk trat aus Trumps Beratungsgremien aus, Disney-CEO Robert Iger folgte. Apple-CEO Tim Cook versuchte vergeblich, Trump umzustimmen. Microsoft und Google betonten die Wichtigkeit des Abkommens.
Medien wie der Berliner Kurier titelten provokant: „Earth to Trump: Fuck you!“
Insgesamt eine PR-Niederlage für die USA, deren Auswirkungen auf Emissionen begrenzt sein dürften – aber langfristig diplomatische Schäden hinterlässt. Bild von Jon Feinstein, unter Creative Commons.