Als erfahrener Windows-Spezialist mit jahrelanger Praxis kenne ich den frustrierenden Fehler „RPC-Server ist nicht verfügbar“ nur zu gut. Er sorgt bei vielen Nutzern für Verwirrung, ist aber harmlos und leicht zu beheben – ohne Datenverlust oder schwere Komplikationen.
RPC (Remote Procedure Call) ist ein Standardprotokoll für die Kommunikation zwischen Prozessen, das nicht nur in Windows, sondern auf fast allen modernen Systemen läuft. Der Fehler entsteht oft lokal auf dem PC oder durch Netzwerkprobleme. In diesem bewährten Leitfaden zeige ich Ihnen zuverlässige Lösungen für beide Szenarien.
Was ist RPC?
RPC steht für Remote Procedure Call – eine etablierte Methode zur Prozesskommunikation seit Jahrzehnten. Auf Multitasking-Systemen wie Windows dient sie auch der lokalen App-Kommunikation. Stellen Sie sich RPC als internes Netzwerk vor: Der RPC-Server öffnet Ports, leitet Anfragen weiter, wartet auf Antworten und überträgt Daten. Der Prozess läuft bidirektional.
Ursachen des RPC-Server-Fehlers
Ein Dienst kontaktiert den RPC-Server für die Kommunikation. Fehlschlägt dies – weil der Server nicht läuft, nicht antwortet, Ports blockiert sind oder Speicherprobleme vorliegen –, erscheint die Meldung „RPC-Server ist nicht verfügbar“.
Fehler „RPC-Server ist nicht verfügbar“ in Windows beheben
Bei Windows 10 sind typische Ursachen: gestoppter RPC-Dienst, Netzwerkstörungen oder defekte Registry-Einträge. Häufiger Auslöser: Der RPC-Dienst ist abgestürzt. Starten Sie zuerst neu – das behebt viele temporäre Probleme. Bleibt der Fehler? Folgen Sie diesen bewährten Schritten (anwendbar auch auf ältere Windows-Versionen).
RPC-Dienst überprüfen und starten
Prüfen Sie, ob der RPC-Dienst läuft.
- Klicken Sie rechts auf die Taskleiste und wählen Sie Task-Manager (oder Strg + Umschalt + Esc).
- Wechseln Sie zum Reiter Dienste.

- Klicken Sie unten links auf Dienste öffnen.

- Finden Sie Remote Procedure Call (RpcSs): Stellen Sie auf „Ausführen“ und „Automatisch“ ein.

- Prüfen Sie DCOM Server Process Launcher: Ebenso „Ausführen“ und „Automatisch“.

Passen Sie Einstellungen an und starten Sie neu, falls nötig (nach System-Neustart redundant).
Netzwerkprobleme beheben
RPC nutzt den Netzwerkstapel, auch lokal. TCP- oder Firewall-Issues blockieren oft.
- Suchen Sie „control“ und öffnen Sie Systemsteuerung.

- Gehen Sie zu Netzwerk und Internet.

- Klicken Sie Netzwerk- und Freigabecenter.

- Wählen Sie Ihren Ethernet-Verbindung und Eigenschaften.
- Aktivieren Sie IPv4 und Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft-Netzwerke.

Bei Windows Defender Firewall:
- Im Netzwerk- und Freigabecenter links unten Windows Defender Firewall.

- Aktivieren Sie Remoteunterstützung für alle Netzwerktypen.
- Speichern und testen.
Drittanbieter-Firewalls? Passen Sie Regeln an.
DNS-Cache leeren
Bei anhaltenden Problemen (Tipp von Nutzer Jeff): DNS-Flush durchführen.
- Öffnen Sie als Admin Eingabeaufforderung oder PowerShell.

- Geben Sie ipconfig /flushdns ein und Enter.

DNS-Cache ist nun geleert – testen Sie!
Registry-Einträge korrigieren
Sichern Sie zuerst die Registry:
- Suchen Sie „regedit“ und öffnen.
- Wählen Sie Computer.
- Datei > Exportieren, nennen und speichern.

Prüfen Sie Einträge:
- HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\services\RpcSs > Start = 2
- HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\services\DcomLaunch > Start = 2
- HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\services\RpcEptMapper > Start = 2
Hilft nichts? Stellen Sie aus Wiederherstellungspunkt wieder her oder updaten Sie Windows (Dateien erhalten!).
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Brauchen Sie Registry-Cleaner? Schauen Sie unsere Top-Empfehlungen für Windows 10. Sperren Sie Registry-Zugriff? Tutorial hier. PC beschleunigen? Registry-Tipps für Windows 10.