Festplatten (HDDs) sind nach wie vor in vielen Haushalten und Unternehmen im Einsatz, trotz des Fortschritts hin zu SSDs. Moderne HDDs bieten dank technologischer Verbesserungen höhere Geschwindigkeiten. Die Umdrehungen pro Minute (RPM) geben an, wie oft sich die Platte pro Minute dreht – ein entscheidender Faktor für die Leistung. Höhere RPM-Werte bedeuten in der Regel schnellere Lese- und Schreibgeschwindigkeiten (I/O). In Zeiten, in denen PCs große Datenmengen parallel verarbeiten, sind hohe Drehzahlen unverzichtbar. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen als erfahrener IT-Spezialist, wie Sie die RPM Ihrer Festplatte prüfen – ideal beim Kauf oder zur Leistungsdiagnose.

Beim Neukauf achten Sie besonders auf RPM-Spezifikationen. Wir erklären, wo Sie diese finden: digital oder physisch.

SSDs, wie sie in Macs oder modernen Windows-Laptops üblich sind, haben keine rotierenden Teile und somit keine RPM. Bei HDDs ist die Drehzahl jedoch zentral für die Funktion.

Neben anderen Systemwerten hilft die RPM-Prüfung, die Leistungsfähigkeit Ihrer Festplatte zu bewerten und Probleme früh zu erkennen.
Visuelle Überprüfung der Festplatten-Drehzahl

Der einfachste Weg: Schauen Sie auf das Etikett der HDD. Manchmal müssen Sie den PC öffnen, aber viele Hersteller platzieren die Spezifikationen sichtbar.
Digitale Überprüfung der Festplatten-RPM
Vermeiden Sie Demontage und nutzen Sie Systemtools oder Drittanbieter-Software. Hier die bewährtesten Methoden für genaue Ergebnisse.
Methode Nr. 1: HDD-Spezifikationen per Google-Suche finden
Suchen Sie die Modellnummer Ihrer Festplatte bei Google – Sie erhalten Spezifikationen inklusive RPM. Achtung: Quellen vergleichen, da nicht alle präzise sind. Modellnummer unbekannt? Rufen Sie den Geräte-Manager auf:
- Windows 10: Rechtsklick auf Startmenü > Geräte-Manager. macOS: Apple-Menü > Über diesen Mac > Systembericht (Übersicht).

- Notieren Sie die Modellnummer und googeln Sie sie.

Alternative: MSINFO32 in Windows.
- Suche nach "msinfo32" oder Win+R > "msinfo32".

- Erweitern: Komponenten > Speicher > Laufwerke.

Model und Specs erscheinen – kopieren und suchen.
Methode Nr. 2: Drittanbieter-Software einsetzen
Professionelle Tools liefern RPM plus weitere Details wie Firmware, Schnittstelle, Seriennummer, Cache, Betriebsstunden, Temperatur und SMART-Status – oft in Echtzeit.
- RPM-Raten
- Firmwaretyp
- Schnittstellentyp
- Seriennummer
- Cache-Größe
- Puffergröße
- Einschätzähler
- Betriebsstunden
- Gesundheitsstatus
- Temperatur
Empfohlene kostenlose Tools für Windows:
#1: CrystalDiskInfo (kostenlos)

Open-Source-Tool mit RPM, Gesundheit, Temperatur und SMART-Daten.
#2: Speccy (kostenlos)

Von Piriform (CCleaner): Umfassende Hardware-Infos inklusive HDD-Specs.
#3: HWiNFO (kostenlos)

Freeware für detaillierte HDD-Daten, Echtzeit-Monitoring und Berichte.
Bei Gaming-PCs: Streben Sie 10.000–15.000 RPM an für optimale Leistung.