Das Information Commissioner’s Office (ICO), die britische Datenschutzbehörde, widmet sich nun intensiv den Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz (KI) auf Datenteilung und Datenschutz. Als ersten Postdoktoranden für KI hat das ICO Dr. Reuben Binns ernannt. Seine Aufgabe: Einen offiziellen Rahmen für die Prüfung von Algorithmen zu entwickeln und umzusetzen. Zudem erforscht er, wie das ICO KI und maschinelles Lernen einsetzen kann, um eigene Prozesse effizienter zu gestalten.

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„Wir freuen uns sehr, dass Reuben zu uns kommt“, betonte Simon McDougall, Executive Director Technology, Policy and Innovation beim ICO. „KI birgt enormes Potenzial, kann aber wie jede neue Technologie auch missbraucht werden. Die Öffentlichkeit sorgt sich zurecht um KI-basierte Entscheidungen. Reubens Arbeit vertieft unser Verständnis dieses komplexen Themas.“
Dr. Binns bringt fundiertes Wissen aus Technik, Recht und Ethik mit. Als aktueller Informatikforscher an der University of Oxford beriet er zuvor die Europäische Kommission zu KI und personenbezogenen Daten. Er studierte Philosophie in Cambridge (BA, MSc) und promovierte in Informatik und Recht in Southampton (PhD).
„Ich fühle mich geehrt, dem ICO als erster Postdoctoral Research Fellow beizutreten“, sagte Dr. Binns. „KI entwickelt sich rasant und gewinnt an Relevanz für Datenschutz. Ich freue mich, hier Expertise aufzubauen.“