Der National Health Service (NHS) hat einen umfassenden digitalen Rahmenvertrag veröffentlicht, der klare Vorgaben für den Einsatz von Technologie im öffentlichen Gesundheitssektor schafft. Dieser umfasst Richtlinien zum Datenaustausch zwischen Gesundheitseinrichtungen sowie Empfehlungen für Infrastruktur und Plattformen, die NHS-Abteilungen einsetzen sollten.

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Im Kern der Vorschläge steht die Standardisierung: Der NHS zielt darauf ab, einheitliche Standards durchzusetzen, um die Technologieintegration im gesamten Gesundheitswesen zu optimieren. Dadurch erhalten Ärzte unabhängig vom Szenario – sei es eine Routineoperation oder eine Notfallversorgung – raschen Zugriff auf essenzielle Patientendaten.
Aktuell sind viele NHS-Dienste und Plattformen nicht vernetzt, was zu Verzögerungen bei der Bereitstellung relevanter Informationen führt. Dies beeinträchtigt nicht nur die Patientenversorgung, sondern bindet auch medizinisches Personal mit unnötigem Aufwand.
„Die technische Revolution erreicht den NHS. Diese robusten Standards gewährleisten, dass jeder Bereich der Organisation die modernste Technologie nutzt – zur Steigerung der Patientensicherheit, Reduzierung von Wartezeiten und Beschleunigung von Terminen“, betonte Matt Hancock, Gesundheits- und Sozialminister.
„Eine zeitgemäße technische Architektur birgt enormes Potenzial für bessere Leistungen und Innovationen. Wir wollen die besten Innovatoren – innerhalb und außerhalb des NHS – empowern. Dazu holen wir Input von Mitarbeitern, Experten und Lieferanten ein, um weltweit führende Standards zu setzen.“
Neben der Standardisierung bietet der Rahmen lokalen Gesundheitsbehörden Flexibilität bei der Technologieauswahl, solange eine Integration in nationale Systeme gewährleistet ist.
Der NHS lädt CIOs, Chief Clinical Information Officers (CCIOs) und andere Technologieexperten im Gesundheitswesen ein, in der ersten Phase beizutragen. Später öffnet sich der Prozess für weitere Innovatoren.