Apple hat ein neues Portal eingeführt, mit dem Nutzer transparent nachvollziehen können, welche Daten das Unternehmen über sie erhebt. Dieser Schritt unterstreicht Apples Engagement für Datenschutz in einer Branche, die zunehmend unter Druck steht.

Verwandte Themen: Apple-Geräte weisen Sicherheitslücke auf. Mac-Apps sammeln heimlich Daten. Apple integriert in iOS 11.3 ein Datenschutzsymbol, das Zugriffe auf Ihre Daten anzeigt.
Im Gegensatz zu Werbegetriebenen Tech-Giganten wie Facebook basiert Apples Geschäftsmodell auf Hardware wie iPhones, MacBooks und iMacs. So konnte Apple lange einer intensiven Prüfung seiner Datenschutzpraktiken entgehen.
In den vergangenen Jahren gerieten Unternehmen wie Facebook und Google durch Skandale wie Cambridge Analytica in die Kritik. Apple distanziert sich bewusst und bietet nun via Portal detaillierte Einblicke in gesammelte Daten.
„Bei Apple ist Datenschutz ein grundlegendes Menschenrecht“, betont das Unternehmen auf seiner Website. „Ihre sensiblen Daten – Herzfrequenz nach dem Laufen, gelesene Nachrichten, Käufe oder besuchte Websites – bleiben auf Ihren Geräten geschützt. Jedes Produkt ist darauf ausgelegt, Ihnen Kontrolle zu geben.“
Dazu zählen Fotos, Suchverläufe, Lesezeichen, Kalendereinträge, App-Store-Käufe und Reparaturdaten.
Auf der neuen Seite können Nutzer Daten von iPhones, iPads und Macs herunterladen oder löschen. Ergänzend gibt es seit Jahresbeginn ein „Privacy Icon“, das App-Zugriffe visualisiert.
Facebook bietet ähnliche Transparenz, inklusive 3D-Gesichtsdaten für Bilderkennung.
Apples Haltung kontrastiert scharf mit Konkurrenten. Auf die Hypothese, in Mark Zuckerbergs Lage zu sein, erwiderte CEO Tim Cook: „Ich wäre nicht in dieser Situation.“
Apple verspricht: Ob Foto, Siri-Anfrage oder Navigation – Daten werden nicht verkauft. Dennoch gab es Vorfälle, wie die angebliche Datensammlung durch Google bei iPhone-Nutzern 2011–2012, die gerichtlich abgewehrt wurde.