Apple hat kürzlich seine Quartalsergebnisse für das 4. Fiskalquartal 2018 (Q4 FY18) veröffentlicht und eine wichtige Änderung angekündigt: Ab dem ersten Quartal 2019 werden keine Gerätesverkaufszahlen mehr gemeldet. Stattdessen fokussiert sich das Unternehmen auf Umsatz- und Gewinnzahlen.

Als Technologieexperte mit jahrelanger Beobachtung des Marktes sehe ich darin einen strategischen Shift. Apples CFO Luca Maestri erklärte in einem Investorengespräch: „Unser Ziel ist es, großartige Produkte und Dienstleistungen zu schaffen, die das Leben der Menschen bereichern, und ein unvergleichliches Kundenerlebnis zu bieten, damit unsere Nutzer hochzufrieden, loyal und engagiert sind.“
Diese Entscheidung sorgt für Diskussionen unter Branchenexperten. Verkaufszahlen galten lange als Schlüsselmetrik zur Bewertung der Unternehmensgesundheit. Indem Apple sie weglässt, signalisiert es möglicherweise Herausforderungen – trotz steigender Umsätze durch höhere Preise. Maestri konterte Bedenken: „Wenn Sie unseren Nettogewinn oder Aktienkurs der letzten drei Jahre betrachten, gibt es keine Korrelation zu den verkauften Einheiten in einem Quartal.“
Im Q4-Bericht sanken iPad-Verkäufe um 6 % und Mac-Verkäufe um 2 %, doch der Gesamtumsatz stieg um 20 %. Neue Produkte wie iPhone XS, XS Max und Apple Watch Series 4 waren nur neun Tage im Angebot, iPhone XR gar nicht. Insgesamt erzielte Apple 62 Millionen US-Dollar (48 Millionen Pfund) Umsatz, davon 37 Millionen US-Dollar (28 Millionen Pfund) durch iPhones. Das iPad schnitt mit 4 Millionen US-Dollar (3 Millionen Pfund) schwächer ab, was zu einem Rückgang von 15 % führte.
Die neue Berichtspraxis startet im Q1 2019. Passend dazu kündigte Apple das iPad Pro 2018, MacBook Air und Mac mini an – alle ab 7. November verfügbar und noch für den laufenden Bericht relevant.