DeuAq.com >> Leben >  >> Elektronik

Smartbox: Pionier in Assistenztechnologie – Tablets und Software für Menschen mit Behinderungen

Was erwarten Sie von Ihrem nächsten Tablet? Einen hochauflösenden Bildschirm? Eine solide Akkulaufzeit? Oder Lautsprecher, die Netflix nicht wie aus einer Keksdose klingen lassen?

Smartbox: Pionier in Assistenztechnologie – Tablets und Software für Menschen mit Behinderungen

Die Anforderungen der Kunden von Smartbox sind weitaus anspruchsvoller. Sie benötigen eine echte Ganztags-Akkulaufzeit – weit mehr als die zehn Stunden, die viele Hersteller als „Tag“ bewerben. Denn ihr Tablet ist das primäre Kommunikationsgerät. Eine Standard-Akku würde jeden Nachmittag um 16 Uhr zum Sprachverlust führen.

Sie brauchen nicht nur gute Lautsprecher für Serien, sondern welche, die ihre Stimme in einem lauten Raum oder auf einem belebten Bahnhof klar hörbar machen.

Smartbox konkurriert nicht mit dem iPad. Das Unternehmen entwickelt Tablets, Software und Hilfsmittel für Menschen, die Technologie für ihr tägliches Leben brauchen – weit über Social Media hinaus. Es handelt sich um lebensverändernde Lösungen.

Familienunternehmen mit Tradition

Smartbox entstand wie viele Tech-Giganten in einem Hinterzimmer. Geschäftsführer Paul Hawes arbeitet seit den späten 1970er Jahren an Assistenztechnologien. Er half beim ersten europäischen Kommunikationsterminal für Gehörlose zu entwickeln, das tippbare Telefonate ermöglichte. Später arbeitete er für die Regierung an E-Mail-Unterstützung für Hörgeschädigte (vor der Internet-Ära) und passte bei einer Wohltätigkeitsorganisation Computer an.

Am Unabhängigkeitstag 2000 wagte Hawes den Sprung: Er gründete Sensory Software aus dem Hinterzimmer. 2006 wurde daraus Smartbox, das nun Software und passende Hardware anbietet.

„Wir haben als Familie begonnen“, sagt Dougal Hawes, Sohn von Paul und Business Development Director. Mutter Alison ist Geschäftsführerin, Bruder Barney technischer Leiter – die Familie hält vier von sechs Vorstandspositionen. „Es startete mit Software unter Windows, die Sprachlosen den Umgang mit Computern ermöglichte. Heute bauen wir eigene Hardware.“

Smartbox bedient das gesamte Spektrum von Behinderungen: angeborene und erworbene. „Bei angeborenen Behinderungen fehlt oft Sprache und Zugang – kein Touchscreen, keine Maus. Das lösen wir“, erklärt Hawes.Smartbox: Pionier in Assistenztechnologie – Tablets und Software für Menschen mit Behinderungen

Es geht nicht nur um Körperliches: Betroffene sind oft nicht lese- und schreibkundig. „Unsere Lösungen ermöglichen Kommunikation und fördern Lese- und Schreibfähigkeiten für späteres Leben.“

Am anderen Ende: Erworbene Behinderungen wie bei Stephen Hawking. „Sie kennen Lesen und Schreiben, wollen Effizienz.“ (Smartbox beliefert Hawking nicht direkt.)

Technologie maßgeschneidert

Mainstream-Tablets wie das iPad haben den Fortschritt beschleunigt. „Früher waren Tablets sperrig, mit schwachen Touchscreens und Akku“, sagt Hawes. „Wir nutzten sie oft, bauen heute aber eigene, perfekt auf die Bedürfnisse abgestimmt.“

Unterschiede zu iPad oder Windows-Tablets: Verstärkte Lautsprecher. „Standard-Tablets sind im Schlafzimmer laut, draußen unhörbar.“
Plus: 140-Wh-Akku für Ganztag-Nutzung, oft mit Hot-Swap. Zusätzlich: Rollstuhlbefestigungen, Eye-Tracking oder Schalter.

„Wir designen für Nutzerbedürfnisse, nicht für Massenmarkt. Das macht für unsere Kunden einen Weltunterschied“, betont Hawes.

Bedürfnisse statt Trends

Umfassende Nutzertests sorgen für Passgenauigkeit. „Unsere Kunden brauchen Technik zwingend, nicht aus Leidenschaft“, sagt Hawes.

Viele sind technikfern: „Sie stecken Kabel falsch.“ Lösung: Farbcodierung. Software einfach: „Erste E-Mails überwältigen sonst.“Smartbox: Pionier in Assistenztechnologie – Tablets und Software für Menschen mit Behinderungen

Geräte decken alles ab: SMS, Twitter, WhatsApp – plus IR-Fernbedienung für TV, Funk für Lampen/Alarme. Kompatibel mit Alexa/Google Home.

„Eine Taste drücken, und es steuert Echo – Musik, Befehle. Das verändert Leben.“

Wachstum jenseits der Familie

Aus dem Familienbetrieb wurde ein Team von 70: Zentrale in Great Malvern, Büros in Bristol, Pittsburgh. „Wir haben Top-Behaltensraten“, sagt Hawes. „Hier verändert man täglich Leben mit Top-Tech – motivierend, auch in Worcestershire.“