Google verarbeitet jährlich Billionen Suchanfragen, von denen 15 % brandneu sind. Solche einzigartigen Abfragen sind selten Ziel von Betrügern. Stattdessen zielen Scammer auf millionenfach genutzte Suchbegriffe ab. Als erfahrener IT-Sicherheitsexperte rate ich: Vermeiden Sie diese riskanten Suchen, um Fallen zu umgehen.

Eingestellte Software
Wenn Hersteller Software-Support einstellen und Downloads entfernen, nutzen Betrüger das aus. Suchen Sie danach, stoßen Sie auf falsche Download-Links mit Malware. Manchmal laden sie die Originalsoftware, verlangen aber Gebühren für vormals Gratis-Programme. Beispiel: Ende letzten Jahres täuschten Scammer Windows Movie Maker-Nutzer mit einer 'Vollversion' für 29,95 $. Dieser Trick ausnutzt Ihre Gewohnheit an vertraute Tools.
Microsoft Tech-Support
Tech-Support-Scams starten oft per Telefon: Falsche Microsoft-Mitarbeiter (häufig mit indischem Akzent) melden Malware und fordern Fernzugriff – ideal zum Stehlen von Bankdaten. Online-Suchen nach 'Microsoft Tech Support' führen zu bezahlten Anzeigen wie GuruAid. Die Überschrift täuscht offiziellen Support vor. Rufen Sie an, landen Sie bei aggressiven Callcentern, die Hunderte Pfund verlangen. GuruAid existiert seit 2011 mit anhaltenden Beschwerden. Vertrauen Sie nur der offiziellen Microsoft-Support-Seite oder rufen Sie 0344 800 2400 an.
Telefonnummern von Wohltätigkeitsorganisationen
Suchen Sie Google nach Charity-Nummern, riskieren Sie teure Premium-Rufnummern. Im November letzten Jahres meldete die RSPCA acht betrügerische Sites in den Top-10-Ergebnisseiten. Anrufer erreichen oft das echte Zentrum, merken den Betrug nicht. Nutzen Sie ausschließlich Nummern von offiziellen Websites – Ihre Großzügigkeit verdient Schutz.
Beliebte Websites wie Amazon
Google enttarnt jährlich Milliarden falscher Anzeigen, doch einige überleben. 2016 waren es 1,7 Milliarden. Top-Sites wie Amazon sind beliebte Ziele. Letztes Jahr führte 'www.amazon.com/Amazon' zu Windows-Support-Scams, auch vor Black Friday. Ähnlich bei YouTube, eBay, Facebook, Wikipedia, Yahoo und Netflix. Lesezeichen schützen am besten vor Klickfallen.
Lokale Dienste auf Google Maps
Gefälschte Einträge als Schlosser oder Klempner täuschen mit Billigpreisen – dann folgt die Rechnungschock. Google entdeckte 2014/15 100.000 Fakes und deaktiviert nun 85 % automatisch, inklusive Postkarten- und Telefonprüfungen. Dennoch: Mund-zu-Mund-Empfehlungen sind unschlagbar sicher.
Bitcoin-Anlageberatung
Bitcoin-Hype (1.000 % Wertsteigerung letztes Jahr) lockt Scammer. Harmlos: 'Was ist Bitcoin?' Riskant: 'Bitcoin-Anlageberatung' – führt zu Garantie-Reichtum-Schemata. Basierend auf Blockchain-Expertise: Niemand kennt die Zukunft sicher. Informieren Sie sich seriös, ohne dubiose Berater.
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