Google Clips ist Googles kompakte, drahtlose Kamera mit Hochleistungsobjektiv und starkem Bildsensor – speziell für Eltern und Haustierbesitzer konzipiert. Doch als Technologieexperte sehe ich darin ein weiteres Risiko für die Privatsphäre in unserer digitalen Welt.

Entwickler Juston Payne stellte Clips am 4. Oktober auf der Made by Google-Veranstaltung vor. Er betonte mehrmals die Kontroll-LED, die Aufnahmen anzeigt. Dennoch löste das Gerät Kritik aus – darunter von Elon Musk.
In einem Tweet nach dem Launch wies der Tesla-CEO, der bereits KI-Risiken thematisierte, auf die unheimliche Natur von Clips hin.
Google kommentierte Musks Tweet nicht, blieb aber nach dem Google-Glass-Fiasko vorsichtig. Das Unternehmen versichert: Clips sendet keine Daten automatisch an Google-Server.
Paynes Präsentation erinnerte mich an Dave Eggers' Roman The Circle und die allgegenwärtige Überwachung durch Tech-Firmen. Clips könnte eine Kultur ständiger Kameras normalisieren, trotz sicherer Hardware.
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Die flexible Platzierung von Clips wirft ethische Fragen auf, besonders beim Einsatz bei Kindern. KI-Gesichtserkennung ermöglicht perfekte Aufnahmen ohne Cloud, lokal auf dem Gerät via Myriad-2-Chip von Movidius (Intel). Das verlängert die Akkulaufzeit.
Technisch beeindruckend, wirkt die Autonomie doch beunruhigend. Ich schätze spontane Bilder von Familie und Haustieren, zögere aber bei einer KI-gesteuerten Kamera in sensiblen Bereichen.
Clips könnte als persönlicher Fotograf überzeugen. Größere Debatte: Sollen ständige Kameras in Haushalten Normalität werden? Mikrofone akzeptieren wir – Augen sind ein Schritt weiter.
Derzeit USA-exklusiv (249 USD), bald möglicherweise Großbritannien.