Mit modernster Technologie können Ärzte heute tief in unseren Körper blicken – ohne Schnitte oder Nadeln. Ein MRT-Scan ist eine der zuverlässigsten Methoden. Aber wie entstehen diese beeindruckenden Bilder genau?

Bei der Magnetresonanztomographie (MRT) erzeugen starke Magnetfelder und Radiowellen detaillierte Aufnahmen des Körperinneren. Im Vergleich zu herkömmlichen Röntgenbildern zeigen MRT-Scans Weichgewebe wie Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder kristallklar. Sie eignen sich hervorragend zur Diagnose von Schlaganfällen, Tumoren oder Rückenmarksverletzungen. Kürzlich halfen sie, strukturelle Auffälligkeiten im Gehirn von Autismus-Patienten zu identifizieren und das Sehvermögen von Astronauten nach Langzeitaufenthalten auf der ISS zu überwachen.
Moderne KI unterstützt sogar bei der Erkennung von Schizophrenie-Anzeichen in Gehirnscans. Technologie treibt auch die Erforschung von Autismus voran – auf dem Weg zu besseren Therapien.
Unser Körper besteht zu großen Teilen aus Wasser, das Wasserstoffprotonen enthält. Im starken Magnetfeld eines MRT-Scanners richten sich diese Protonen wie Kompassnadeln aus.
Kurze Radiowellenimpulse stören diese Ausrichtung. Sobald sie enden, kehren die Protonen langsam in ihre Position zurück und senden Signale aus, die Detektoren erfassen.
Daraus rekonstruiert der Scanner präzise Bilder der Protonenverteilung – und unterscheidet so verschiedene Gewebearten mühelos.
Was ist ein funktioneller MRT-Scan (fMRT)?
Der fMRT blickt ins Gehirn und misst Veränderungen im Blutfluss. Ähnlich wie beim Standard-MRT, trackt er jedoch den Sauerstoffgehalt in lieu von Wasserstoffprotonen.

Was ist ein CT- oder CAT-Scan?
Ein Computertomographie-Scan (CT oder CAT) nutzt Röntgenstrahlen statt Magnetfelder. Der Patient schiebt sich durch ein donut-förmiges Gerät, während sich das Röntgenrohr dreht.
Detektoren gegenüber der Röntgenquelle fangen die Strahlen auf. Gestapelte Bilder ergeben ein 3D-Modell. Oft wird Kontrastmittel geschluckt oder gespritzt, um die Sichtbarkeit zu steigern.
CT-Scans diagnostizieren Herzkrankheiten, Tumore, Gerinnsel oder Organverletzungen. Achtung: Sie belasten mit einer geringen Strahlendosis stärker als MRT.
