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Facebooks smarter Regallautsprecher: Patentakten enthüllen erstes Design

Im Juli 2018 kursierten Gerüchte, dass Facebook an einem eigenen Smart-Home-Gerät mit Touchscreen und Lautsprecher arbeitet. Dieses Gerät würde das soziale Netzwerk direkt mit Giganten wie Amazon, Google und Apple konkurrieren lassen. Berichten zufolge sollte es vom chinesischen iPhone-Hersteller Pegatron produziert werden und einen In-Cell-Touchscreen in einem Gehäuse aus magnesiumlegierter LG-Legierung enthalten. Dann kam der Cambridge-Analytica-Skandal.

Facebooks smarter Regallautsprecher: Patentakten enthüllen erstes Design

Nach der Empörung über die Weitergabe personenbezogener Daten von Millionen Nutzern an das Datenanalyseunternehmen Cambridge Analytica, postponierte Facebook laut Berichten die Pläne für smarte Lautsprecher, bis sich die Wogen geglättet haben.

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Facebooks smarter Regallautsprecher: Patentakten enthüllen erstes Design

Laut Bloomberg sollte der Lautsprecher im Mai präsentiert werden und Teil von Facebooks globaler Expansionsstrategie sein. Nun geben Patentakten erste Einblicke in ein mögliches Design – falls es je Realität wird.

Das 2016 eingereichte und diese Woche an Facebook erteilte Patent beschreibt ein "ornamentales Design für ein elektronisches Gerät". Begleitet von einfachen Zeichnungen zeigt es eine kompakte rechteckige Box, ähnlich der Sonos Bridge.

Facebooks smarter Regallautsprecher: Patentakten enthüllen erstes Design

Die Amazon Echo Show

Da konkrete Details fehlen, bleibt unklar, ob ein KI-Sprachassistent integriert wird, der beim Erstellen von Posts, Events oder dem Browsen des Facebook-Feeds hilft. Messenger-Chef David Marcus sagte TechCrunch im September 2018, Facebook arbeite nicht an Sprachtechnologie – doch der Kauf von Wit.ai 2015 deutet auf Experimente hin. Ohne solche Features wäre der Lautsprecher marktfähig chancenlos.

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Die Herausforderungen für Facebook

Facebook hat im Smart-Home-Bereich weniger Einfluss als Konkurrenten. Ohne eigenes Gerät wirkt es abgehängt. Doch der Marktbedarf für Apples HomePod ist gering – geschweige denn für ein Facebook-Produkt. Amazon, Google und Apple bieten zudem eigene Streaming-Dienste, Facebook nicht.

Facebooks Hardware-Vergangenheit ist holprig: 2013 scheiterte Facebook Home auf HTC-Telefonen kläglich. Der Android-Launcher hinterließ nur nervige Chat-Überlagerungen.

Mit einem Bildschirm könnte Facebook sich abheben, doch Amazon hat die Echo Show. Ein Display öffnet den privaten Feed für Unbefugte – viele bevorzugen diskretes Browsen auf dem Smartphone.

Facebooks smarter Regallautsprecher: Patentakten enthüllen erstes DesignBildschirmloser Google Home Smart Speaker und Home Hub von Google

Datenschutzängste sind groß: Während Google und Amazon Dienste bieten, die Nutzer entschädigen, und Apple Datensparsamkeit betont, lebt Facebook von User-Daten für personalisierte Werbung. Cambridge Analytica verstärkte Misstrauen. Warum ein immer lauschendes Facebook-Mikrofon ins Wohnzimmer holen?

Gerüchte um Mark Zuckerbergs Präsidentschaftsambitionen 2020 nähren Zweifel weiter.

Facebooks starker Trumpf: Parität

Nicht alles ist negativ: Facebooks Vorteil ist Offenheit. Google Home nutzt keine Amazon-Dienste, Echo fehlt Google Cast. Keiner hat starkes Messaging – außer Facebook.

Facebooks smarter Regallautsprecher: Patentakten enthüllen erstes DesignSiri-fähiger HomePod von Apple

Facebook könnte Messaging, Videoanrufe und Kompatibilität mit Google Cast, Amazon Fire TV oder AirPlay bieten – neutral im Ökosystem.

Außerdem: Building 8, Facebooks Secret-Lab, entwickelt Brain-Interfaces und modulare Hardware. Hier entsteht potenziell mehr als ein simpler Speaker – vielleicht VR-Integration via Oculus Santa Cruz.

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