Die Energie der Sonne ist die offensichtlichste und reichhaltigste erneuerbare Ressource – doch ihre Nutzung ist technisch anspruchsvoll. Sonnenkollektoren fangen das Licht ein und wandeln es in Strom um, doch der Wirkungsgrad leidet unter dem sogenannten Goldilocks-Problem: Photonen müssen genau die passende Energie haben. Zu wenig, und sie durchdringen das Modul; zu viel, und überschüssige Energie geht als Wärme verloren.

Dies entsteht durch hochenergetische Elektronen, die vor dem Abtransport überschüssige Energie als Vibrationen im kristallinen Material abgeben. Als Experten für erneuerbare Energien wissen wir: Diese Effizienzgrenzen fordern innovative Lösungen.
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Solarenergie: Was ist das?

Ohne die Sonne gäbe es kein Leben auf der Erde – sie liefert Licht, Wärme und regelt Jahreszeiten. Heute nutzen wir Solarenergie zur Stromversorgung. Experten prognostizieren: Sie könnte unseren gesamten Bedarf decken. Es gibt zwei Hauptarten: Photovoltaik (PV) und konzentrierte Solarenergie (CSP), auch Solarthermie genannt.
Solarenergie deckt weltweit rund 1 % der Stromerzeugung, doch ihr Anteil wächst rasant. Als emissionsfreie, globale Quelle wandelt sie Sonnenlicht atomar in Strom um – typisch via PV-Zellen in Paneelen.

Solarenergie: Wie funktionieren Sonnenkollektoren?
Solarzellen basieren auf dem photovoltaischen Effekt: Ein Photon der richtigen Wellenlänge regt ein Elektron an. Entdeckt 1839 von Nobelpreisträger Henri Becquerel. Moderne Zellen aus Halbleitern erzeugen ein elektrisches Feld – Licht erregt Elektronen, die fließen und Strom bilden.
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Vorteile und Nachteile der Solarenergie
Solarpaneele skalieren perfekt: Ein 10-m²-Array ist so effizient wie eines auf 10 km² – ideal für Haushalte und Firmen. Im Gegensatz zu Windkraft, wo Größe entscheidend ist. Deshalb setzen Google, Ikea und Tesla auf Solarmodule und Speicherbatterien für Autarkie.
Siehe verwandtes: China hat es letztes Jahr auf der Waage für Solarenergie vernichtet. Die erste Straße für Solarmodule wird in Frankreich eröffnet.
Der Schlüssel zur Massenadoption: Effiziente Speicherung. Ein MIT-Bericht von 2015 bestätigt: Solarenergie kann den globalen Bedarf decken. „Photovoltaik auf Siliziumbasis hat die Kapazität, Zuverlässigkeit und Ressourcen“, sagt Physiker Robert Jaffe. Fehlt nur noch günstiger Speicher.

Solarenergie in Großbritannien
Trotz bewölkten Himmels investiert Großbritannien 1 Milliarde £ in Solar: 800.000 einkommensschwache Haushalte erhalten kostenlose Paneele von Solarplicity – in Kooperation mit Behörden. Erwartete Einsparung: 240 £/Jahr pro Haushalt, plus Tipps zu Glühbirnen und Smart Metern.
Erste 100.000 Installationen bis Ende 2018, finanziert u.a. von Maas Capital. Ikea verkauft seit August Solarsysteme ab 3.000 £ (bis 560 £ Ersparnis/Jahr) mit Online-Rechner. Googles Project Sunroof mit E.ON bewertet Dachgeeignetheit via KI.
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Solarenergie weltweit
China führt: 2016 verdoppelte Produktion auf 77,42 GW. CMNE baute panda-förmige Anlage zur Bildung. Teslas Solardach aus PV-Glasziegeln rollt aus.

Herausforderung: Kein Strom bei Nacht. Tesla plant in Australien die größte 100-MW-Batteriefarm – in 100 Tagen betriebsbereit.
Jenseits von Sonnenkollektoren
CSP nutzt Spiegel zur Wärmeerzeugung: Öl erhitzt Wasser für Turbinen. Speicherbar als Wärme, doch weniger effizient als PV.
Bilder: Pixabay/Wikimedia Commons